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Dag Wehner, Rosemarie Welke, Alfred Hau, Ramona Gärtner und Günther Voß eröffnen die erste Sicherheitskonferenz. Foto: Carolin Hartmann

Wie sicher fühlen Sie sich?

am 24.01.2020

Bürgerbefragung startet nächste Woche / Prävention zusätzlich zu der vorhandenen

FULDA. Abends mutterseelenallein zu Fuß durch die leergefegte Innenstadt oder gottverlassen an einer abgelegenen Bushaltestelle: Da kann man schon mal ein mulmiges Gefühl bekommen. Genau da setzt das Programm KOMPASS an und nimmt das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger in den Blick. Bei der ersten Sicherheitskonferenz diese Woche stellten die Stadt Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen einen Sicherheits-Fragebogen vor, der nun an Bürger rausgeht.

„Laut Kriminalstatistik leben wir in einer sicheren Region, dennoch wird das Sicherheitsgefühl anders wahrgenommen“, eröffnet Polizeipräsident Günther Voß die erste Sicherheitskonferenz in Fulda. Mit KOMPASS, einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Polizei und Kommune, soll deshalb ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Grundlage ist eine Bürgerbefragung, die wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird vom Kriminologischen Institut der Uni Gießen. Im Ergebnis sollen passgenaue Lösungsansätze für die Stadt Fulda gefunden werden.
Das ist eine von vielen Aktivitäten des Polizeipräsidiums Osthessen und der Stadt Fulda in Sachen Sicherheit. „Denn“, so Bürgermeister Dag Wehner, „das Thema Sicherheit genießt in Fulda eine hohe Priorität. Die Summe aller Maßnahmen, die schon auf den Weg gebracht wurden, ist da schon sehr hoch.“
Welche das sind, veranschaulichten die KOMPASS-Beauftragen Ramona Gärtner (Ordnungsamt der Stadt Fulda) und Rosemarie Welke (Polizeipräsidium Osthessen). Da gibt es die Stadtwache, an die man sich mit Problemen wenden kann. Unterwegs sind die Tag- und Nachtstreife oder auch der freiwillige Polizeidienst („wandelnde Notrufsäulen“) mit 19 Helfern in mehreren Kommunen. Sie zeigen Präsenz im Schlossgarten oder am Frauenberg, um nur einige Orte zu nennen.  Wichtige Präventionsmaßnahmen sind auch die Videoschutzanlagen am Bahnhofsplatz, am Uniplatz und am Heertor oder auch die Konzeptstreife: eine Streife (zu Fuß oder motorisiert) der Stadt und der Polizei. „Fulda ist zwar ein Schwerpunkt, aber nicht der Brennpunkt der Kriminalität, allerdings auch nicht die heile Welt“, sagt Alfred Hau, Leiter der Polizeistation. Doch die Polizei Fulda leiste gute Arbeit. „Mehr als jeder zweite Straftäter muss in Fulda muss damit rechnen, erwischt bzw. ermittelt zu werden.“
Trotzdem haben manche Bürger ein „komisches Gefühl“, wenn sie unterwegs sind – Frauen nochmal anders als Männer. Mit KOMPASS möchte man ausloten, wo und wann das ist. Dazu dient die Bürgerbefragung zum Thema „Sicherheit“, die Mitte nächster Woche rausgeht. Selektiert nach dem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister bekommen 3.820 Bürger (m/w/d) ab 14 Jahren den Fragebogen per Post. Allgemeine Angaben zu Person wie Alter und Geschlecht, Fragen zum persönlichen Sicherheitsgefühl, persönliche Erfahrungen mit Straftaten, Alltagserfahrungen aber auch Vorschläge zur Prävention werden dabei abgefragt. Etwa 14 Tage haben die angeschriebenen Bürger Zeit, den Fragebogen online (über einen Code) oder per Post auszufüllen. Der Rücklauf ist anonym. Anschließend werden die Fragebögen ausgewertet und analysiert, um passgenaue Maßnahmen zu schaffen. Deshalb hofft das KOMPASS-Team auf einen hohen Rücklauf. Bei der zweiten Sicherheitskonferenz werden dann die Pläne vorgestellt,  wie weitere präventive Ansätze für die Sicherheitsprobleme vor Ort aussehen können. Doch jetzt sind erst einmal die ausgewählten Bürger gefragt, um zusätzliche wertvolle Hinweise zu ihrer gefühlten Sicherheitslage zu bekommen.

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