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An Sonne mangelte es 2019 gewiss nicht: Unser Bild zeigt die Landschaft um Neuhof an einem für 2019 sehr üblichen Sommertag. Foto: Jenna Weidemeier

Sonne macht massiv Überstunden

am 10.01.2020

Deutscher Wetterdienst gibt Jahresrückblick für das Jahr 2019

REGION (tg). 2019 war das drittwärmste Jahr im Landkreis Fulda, gleich nach dem Rekordjahr 2018 und 2014. Das haben die Messungen der Klimastationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Horas und in Tann ergeben, berichtet der DWD auf Marktkorb-Anfrage.

„Die Häufung sehr warmer Jahre seit 2014 ist schon bemerkenswert“, berichtet Diplom-Meteorologe Thomas Kesseler-Lauterkorn, stellvertretender Leiter des zuständigen Regionalen Klimabüro Essen (DWD). „Extrem warm war der 25. Juli mit seinen verbreiteten Hitzerekorden“. An diesem Tag meldete die Station Tann 36,9 Grad und Horas 37,7 Grad als Maximaltemperatur des Jahres. Auch der Jahresmittelwert 2019 spricht für sich. Durchschnittlich waren es 9,9 (Horas) bzw. 9,7 Grad (Tann). Das sind 1,3 (Horas) oder 1,5 Grad (Tann) mehr als im sogenannten langjährigen Mittel im Zeitraum von 1981 bis 2010. Demgegenüber standen am kältesten Tag (22. Januar) -12,7 Grad in Horas und -12,3 Grad in Tann. „Besonders herausgestochen ist von den Gesamtmonaten her der Juni, es war der wärmste und sonnigste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“, sagt der Meteorologe Kesseler-Lauterkorn.

2019 lange nicht so trocken wie 2018

Wie der DWD dem Marktkorb mitteilt, zählte das Jahr 2019 insgesamt 56 „Sommertage“ in Horas und 51 in Tann. Als Sommertage zählen solche Tage, deren Temperaturen 25 Grad oder mehr betragen. Und es gibt natürlich auch noch eine Steigerung, namentlich „Heiße Tage“. Dort beträgt die Schwelle nach oben 30 Grad und von denen hatten wir laut der Station im Fuldaer Stadtteil 20, während in der Rhönstadt 16 gezählt wurden. Es gab aber auch einige „Frosttage“ (Minimum: 0 Grad): 100 in Horas, 76 in Tann. Die Zahl der „Eistage“ (Maximum: 0 Grad) ist da schon bedeutend überschaubarer mit lediglich vier in Horas und neun Tagen in Tann.
Mehr berüchtigt als berühmt war das Jahr 2018. Und zwar nicht nur für die Hitze, sondern auch für seine extreme Trockenperiode. Verglichen steht 2019 etwas besser da. Vom Gesamtniederschlag her bezeichnet der DWDals „nur etwas zu trocken, also kein Vergleich zu 2018.“Am 20. Mai fielen innerhalb von 24 Stunden im Landkreis Fulda fast flächendeckend 50 bis 80 mm Regen – etwa eine durchschnittliche Monatsssumme. Dennoch:Die Sonne hat wieder Überstunden gemacht, rund 10 bis 20 Prozent mehr als „normal“. Sehr stürmisch waren zudem der 4. und der 10. März mit Sturmtiefs „Bennet“ und „Eberhard“.
Was wiederum Väterchen Frost angeht, scheint Frau Holle noch in den Federn zu liegen anstatt sie auszuschütteln, denn von Schnee fehlt bislang jede Spur.  „2018 gab es in Fulda-Horas immerhin 19 Tage mit einer Schneedecke von einem Zentimeter oder mehr, 2019 waren es nur neun Tage. In Tann waren es 33/24 Tage (2018/2019)“, hat Kesseler-Lauterkorn für den  Marktkorb recherchiert. Ob wir im Januar oder Februar tatsächlich noch einmal in den Genuss weißer Pracht kommen werden, steht in den Sternen.

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