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Die Verantwortung liegt in den Händen der Gründerfamilie und ihrer Partner: Michael Aha (von links), Markus Aha, Tobias Wiedelbach, Stefan Schwenk sowie Sonja Hess präsentieren das neue Design der Aha-Flasche. Foto: Susanne Smoak

Der alte Aha auf neuen Wegen

am 20.11.2019

Zurück zu den Wurzeln: Gründerfamilie übernimmt Vertrieb des Aha Excelsior

HÜNFELD (sbt). Sie übernehmen nicht nur eine traditionsreichen Marke: Michael und Markus Aha haben mit der Übernahme des Vertriebs des „Aha Excelsior“ auch eine Historie mitübernommen. Und damit die Verantwortung, die Tradition des Hauses Aha zu erhalten.

Wer in Hünfeld isst und trinkt oder bei echten Gaalbern zu Besuch ist, kommt seit über 170 Jahren nicht an einem Gläschen „Aha“ vorbei. Und dennoch mussten die Nachfahren von Unternehmensgründer Franz Carl (F.C.) Aha jetzt handeln: die Strahlkraft der Marke und damit auch der Umsatz sind zurückgegangen. „Wir wollen die Tradition des Hauses Aha erhalten und dem Kräuterelixier zu neuem Glanz verhelfen“, erklärt Michael Aha (72), Ururenkel von Franz Carl Aha, der in den 70er Jahren von Bensheim in die Normandie umgezogen ist. Auch wenn die Normandie weit weg von Hünfeld entfernt ist, spielte das edle Getränk immer eine Rolle in der Familie. Zusammen mit Sohn Markus (50), Inhaber einer Filmproduktionsgesellschaft in Berlin, entwickelte  Michael Aha, der früher in der IT-Branche gearbeitet hat, ein neues Konzept, um das Unternehmen  weiter wachsen zu lassen. Dabei hat zunächst einmal die Flasche ein neues Outfit bekommen: nach 200 Entwürfen einer Londoner Design-Agentur ist nun ein Label entstanden, das mit den Farben Rot und Gold auf den hochwertigen Charakter des Getränks hinweist. Außerdem steht nun auch drauf, was drin ist: Angelikawurzel, Ingwer, Liebstöckel, Muskatnuss, Cylon Zimt, Betramswurzel, Sternanis und Veilchenwurzel heißen die guten Zutaten, die den „Aha“ einst zum Leib- und Magengetränk von Computerpionier Konrad Zuse machten. Denn auch wenn der Auftritt der Marke nun anders ist: am Rezept will die Familie nichts ändern.

Vielmehr ist nun geplant, den Geschmack des Kräuterelixiers künftig weit über die Stadtgrenzen hinauszutragen. Die soll vor allem mit modernen Marketingstrategien passieren. In jeder gehobenen Gastronomie, in Hotels und Bars soll das Elixier angeboten werden. Dabei hofft die Familie auch auf die Unterstützung erfahrener Aha-Kenner und Partner vor Ort, wie den Gastronomen Elmar Zuspann und dem Getränkegroßhändler Matthias Heurich. Dabei soll sich die Verbreitung nicht nur auf die hiesige Region begrenzen, sondern auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Und für Michael Aha ist vor allem noch eines ganz wichtig: „Ich möchte, dass sich künftig in jedem Haushalt ein Aha Excelsior befindet.“ Warum eigentlich? „Nach einem guten Essen so ein Aha Excelsior, das ist doch eine gute Geschichte“, sagt er und genießt ein Gläschen zusammen mit Bürgermeister Stefan Schwenk, Tobias Wiedelbach von der Schlitzer Destilliere und Sonja Hess, die vor Ort für die Vermarktung zuständig ist. Hergestellt wird das Getränk nach wie vor in der Schlitzer Destilliere. Rezeptur und Lizenz des originären Hünfelder Produktes bleiben im Besitz der Stadt Hünfeld, die diese im Rahmen des Verkaufs der früheren Landesbrennerei in Schlitz 2009 erworben hatte. Auch Bürgermeister Stefan Schwenk ist zufrieden: „Dass die Familie wieder die Verantwortung für den „Aha“ übernimmt, der ja eine herausragende Rolle in unserer Stadtgeschichte spielt, ist eine gute Nachricht für Hünfeld. Neuer Fokus und frische Ideen werden dem Hünfelder „Aha“ neuen Aufschwung geben.

Im regionalen Getränke- und Lebensmitteleinzelhandel wird zunächst die 0,7 Liter-Flasche erhältlich sein.

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