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Kamen beim Marketingtag zusammen (von links): Moderatorin Sabine Räth, Christian Vey (Vorstand Marketing-Netzwerk Region Fulda), Bloggerin Jelena Weber, Tino Mickstein (Vorsitzender Marketing-Netzwerk Region Fulda), die Referenten Claudia Hilker, Frank Durst, Karsten Kilian, Torsten Bug, Sonja Neidhardt (beide Vorstand Marketing-Netzwerk Region Fulda), Referent Jan Erik Kruse, Michael Brosig (Vorstand Marketing-Netzwerk Region Fulda). Foto: Mirko Luis

Aufmerksamkeit als Währung

am 06.11.2019

3. Fuldaer Marketingtag: Womit Marketingfachleute heute im Internet punkten

PETERSBERG (mlu). Die neue Währung im Internet heißt Aufmerksamkeit – davon machten sich im Propsteihaus rund 120 Marketingexperten und Führungskräfte ein umfassendes Bild. Sechs Referenten lieferten Impulse sowie praktische Tipps für PR-Arbeit rund um digitales Marketing, von denen Marken und Unternehmen profitieren können.

Digitalmarketingexpertin Prof. Dr. Claudia Hilker schilderte den Siegeszug vom Influencer-Marketing. Models wie die 22-jährige Selfmade-Milliardärin Kylie Jenner seien Vorbilder für viele Follower, die den Postings Glauben schenken würden und diese für real hielten. Mit mehr als 100 Millionen Followern hatte Jenner 2018 zu den zehn meistgefolgten Personen auf dem werbefinanzierten Onlinedienst-Kanal Instagram gehört. Ihren Angaben zufolge halten 57 Prozent der deutschen Marketing-Experten Influencer-Marketing für glaubwürdig. Bloggerin Jelena Weber – eine der wenigen Frauen in Deutschland, die über einen eigenen YouTube-Kanal sowie auf Instagram in die männlich dominierte Sphäre des Heimwerkens eindringt – gab anwesenden Unternehmern einen Leitfaden mit an die Hand, was eine Marke beim Influencer-Marketing für eine erfolgreiche Kampagne beachten sollte und welche Fallen drohen.
Eröffnet wurde der Marketingtag von Tino Mickstein, Vorsitzender des Vereins Marketing-Netzwerk Region Fulda. Das zentrale Thema der Veranstaltung „Wem vertrauen wir“ sei aktueller denn je. Ob in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – immer mehr Akteure bemühten sich, Vertrauen zu gewinnen – teilweise mit zweifelhaften Methoden.
Fuldas Stadtpfarrer Stefan Buß verdeutlichte, dass man auch in der Geschäftswelt keine Angst haben müsse, nicht sofort auf jede Frage eine Antwort liefern zu können. Die Angst, dass dies negativ ausgelegt werden könne, sei unbegründet. Man könne seinem Gegenüber beispielsweise auch sagen, dass man sich genau die selbe Frage stelle wie er und um die Antwort ringe. Das sei viel glaubwürdiger als eine Lösung, die man gar nicht habe, vorzutäuschen. „Wer neue Dinge ausprobiert, darf dabei auch Fehler machen – wichtig ist es, offen mit diesen umzugehen“, so Buß.
Gerade dort, wo Menschen in Verantwortung stünden und personelle Verantwortung für Teams hätten, sei ein vertrauensvolles Miteinander und dessen Wahrnehmung wichtig. Buß riet Chef und Führungskräften unter anderem dazu, mit Mitarbeitern ein Jahresgespräch zu führen, bei der als zentraler Punkt nicht das aktuelle oder nächste Projekt stünde, sondern die Befindlichkeiten des Mitarbeiters. Zu fragen, wie es dem Mitarbeiter überhaupt gehe und ob er mit dem, was er tue, zufrieden sei, und sich im Team gut wahrgenommen fühle, lohne sich. Mit Blick auf die Kirche meinte Buß, dass für diese Netzwerken und offene Kommunikation längst zum Alltagsbrot geworden sei und da gar nicht so große Unterschiede zur Wirtschaftswelt bestünden.

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