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Als die Freiheit im Oktober nach Frühling schmeckte

am 04.10.2019

Tag der Deutschen Einheit auf Point Alpha / Bildergalerie

RASDORF/GEISA (mlu). Die friedliche Revolution im Oktober 1989 sei mehr, „viel mehr“ als nur ein politisches Ereignis gewesen. „Es war das Wunder das Wunder, das Menschen mit Gottes Hilfe vollbracht haben“, sagte heute Oberkirchenrat Christhard Wagner (Evangelische Kirche Mitteldeutschland) in seiner Festpredigt, die in der ehemaligen Fahrzeughalle der US-Army der Gedenkstätte Point Alpha stattfand.

Vor rund 750 Zuhörern eines bewegenden Ökumenischen Gottesdienstes, der unter der Überschrift „30 Jahre Mauerfall“ stand, erinnerte Wagner daran, dass die Angst der Menschen in der ehemaligen DDR berechtigt gewesen sei. Die Gefahr sei real gewesen. „Es ist wichtig, an die reale Gefahr zu erinnern, die damals uns allen gegenüberstand. Point Alpha gibt Zeugnis: Unsere Angst war berechtigt!“, so der gebürtige Leipziger wörtlich. Inmitten von Deutschland sei ein möglicher Krieg real durchgespielt worden, es habe ziemlich exakte Pläne dazu gegeben. „Wir tanzten schon und wussten nicht, wie dünn das Eis ist, auf dem wir tanzen.“ Deshalb gedenke man dankbar den Menschen, die damals „mutig vorangingen, als viele noch hinter den Gardinen oder vor dem Fern-seher abwarteten“.

„Der Geist Gottes wehte damals kräftig durch unser Land“, hatte er zuvor versöhnliche Worte gefunden. Die Herzen der Menschen seien offen dafür gewesen und ließen sich bewegen. Der Geist der Freiheit und der Geist der Gewaltlosigkeit hätten zum Besten geführt, was Deutschland jemals passiert sei – eine friedliche Revolution. „Wer sich dieses Wunder vor Augen führt, der kann gar nicht anders, als Gott zu loben und zu danken“, betonte Wagner.

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