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Gelernter Koch und nun Tagungsleiter beim Hotel Esperanto: Max von von Bredow (31) aus Petersberg kocht heute Abend für die Spitzenköche, darunter Alexander Herrmann und Frank Rosin bei „The Taste“ um 20.15 Uhr auf SAT.1. Foto: SAT.1/Benedikt Müller;

Mit Rhön-Forelle die Profis verführen

am 02.10.2019

Der Petersberger Max von Bredow ist heute Abend um 20.15 Uhr in der SAT.1-Show „The Taste“

PETERSBERG/MÜNCHEN (cle). Mehr als 1.000 Hobby- und Profiküche haben sich für „The Taste“ beworben, nur 32 wurden ins Casting eingeladen. Darunter ist auch Max von Bredow, 31 Jahre, aus Petersberg. Ob er die Profiköche wie Frank Rosin mit seinem Löffel überzeugen kann, sehen Sie heute um 20.15 Uhr auf Sat.1.

Was servierst Du heute Abend den Spitzenköchen bei „The Taste“?
Max: Von mir gibt es gebratene Forelle auf Karotten-Chilipüree mit Salatgurke und Kartoffelstroh.

Wie hast Du dieses Gericht ausgesucht?
Mit diesem Löffel repräsentiere ich meinen Lieblingsort. Und das ist meine Heimat: die Rhön. Die Forelle ist aus dem Angelteich meines Cousins. Damit verbinde ich Kindheit und meinen Lieblingsort.

Auf welchen Profi-Koch freust Du Dich am meisten?
Tim Raue. Er ist eins meiner großen Vorbilder, einer der größten Köche der Welt. Er hat allerdings einen speziellen Ruf und ist nicht ganz einfach mit seinem sehr direkten Ton. Eben verkörpert das typische Choleriker-Bild eines Koches. Mein Wunch-Coach ist deshalb Alexander Hermann. Ich mag seine Art, wie er die Köche an die Hand nimmt. Das ist genau meine Art, mit Menschen umzugehen.

Frank Rosin hat in der Sendung schon Kandidaten zum Weinen gebracht. Hast Du Respekt vor ihm?
Ja, auf jeden Fall. Er ist ein guter Koch und Profi. Aber in sein Team möchte ich nicht, da ich mit seiner Art, Menschen zu führen, nicht klar komme.

Was ist das Prinzip der Show?
Nur wer es schafft, einen der Köche in einer Blindverkostung durch einzigartige Geschmackskombinationen auf einem Löffel komprimiert zu überzeugen, kommt weiter und hat die Chance auf den Sieg. 1000 haben sich beworben, in die Casting-Show haben es 32 Kandidaten geschafft. 16 davon kommen weiter. Das möchte ich auch.

Wie schätzt Du Deine Chancen ein?

Ich bin von meinem Können überzeugt und stehe komplett hinter meinem Gericht. Während des Kochens lag ich gut in der Zeit. Ich habe meinen Löffel mit einem guten Gefühl losgeschickt.

Dann geht es Runde für Runde weiter. Was würdest Du mit dem Sieg, 50.000 Euro machen?
Ich würde meine Großeltern auf eine Kreuzfahrt einladen. Sie sind beide 88 Jahre alt. Davon haben wir schon immer geträumt. Mein Opa ist auch Koch, ihm gehörte früher das Hotel Europa in der Haimbacher Straße. Ich bin sozusagen in der Gastro aufgewachsen. Mein Opa ist meine Inspiration.

Magst Du das Rampenlicht?

Nein, gar nicht. Ich stehe nicht gerne in der Öffentlichkeit. Ich bin in die Sendung sozusagen reingerutscht. Ich habe eine Wette verloren (lacht). Meine Kumpels haben mich dazu verpflichtet, mich bei ‚TheTaste‘ zu bewerben. Ich bin zwar gelernter Koch, das ist aber schon so lange her. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einen Anruf bekomme.

Etwas Übung wirst Du aber sicherlich haben. Du warst 2016 im ARD-Quiz „Gefragt-Gejagt“.
Eigentlich hatte ich mich damals bei der Agentur für das „Perfekte Dinner“ beworben. Da aber nichts für Fulda geplant war, wurde mir angeboten, in der Rateshow mitzumachen. Viele Freunde haben mich damals gefragt, ob ich da wirklich mitmachen möchte, da man sich ja doch sehr blamieren kann. Aber wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen.
 
Würden Dich noch weitere Shows interessieren?
Das „Perfekt Dinner“ nach wie vor. Ich bin Gastgeber aus Leidenschaft, bekoche gerne andere.

Du kochst gerne mit Insekten. Wäre das Dschungel-Camp für Dich eine Option? Du würdest sicherlich weitkommen.

Das wäre mal eine andere Herausforderung, der ich mich auf jeden Fall stellen würde (lacht). Nicht nur wegen des Essens, das Leben im Dschungel und mit fremden Menschen auf engstem Raum reizt mich. Ein spannendes Experiment!

Welches ist Dein Lieblings-Insekten-Gericht?
Ich verarbeite Insekten so, dass man sie nicht offensichtlich sieht. Ich möchte keinen Ekel erregen und sie sie in der für uns gewohnten Lebensmittel-Optik verarbeiten. Zum Beispiel tausche ich bei selbstgemachter Pasta einfach das Mehl durch gemahlene Mehlwürmer aus. Insekten sind sehr proteinreich und können uns genau die gleichen Nährstoffe wie Fleisch liefern.

Überraschst Du Deine Gäste damit oder verrätst Du zuvor dass Insekten drin sind?
Ich sage das vorher auf jeden Fall. Denn es gibt Menschen, die allergisch darauf reagieren. Alle die, die Schalen- und Krustentiere nicht vertragen oder eine Stauballergie haben, dürfen auch keine Insekten essen.

Wie kommen Deine Insekten-Gerichte bei Freunden an?

Viele lassen sich darauf ein und sind begeistert. Besonders beliebt sind Heuschrecken. Sie sind knusprig, schmecken nussig. Zum Beispiel als Croutons im Salat.

Du bist leidenschaftlicher Koch. Gehst Du noch Essen? Oder ist es schwer, Dich zufriedenzustellen?
Ich gehe sehr gerne Essen. Nicht nur in Gastro sondern auch bei Freunden. Es gibt kein richtig und falsch. Ich liebe es, zu erleben, wie andere kochen, stehe auf alte Familienrezepte oder Tipps von Oma und Opa.

Kannst Du uns ein einfaches Küchengeheimnis verraten, das jeder anwenden kann?

Auf Tütenprodukte verzichten, weil sie den Geschmack versauen. Back to Basic. Manchmal ist weniger mehr!

Für wen kochst Du am liebsten?
Für meine beiden Neffen (neun Jahre, zwei Jahre). Sie sind die ehrlichsten und ich koche auch gerne Kinderessen. Ich versuche sie an Lebensmittel ran zu führen, und zeige ihnen, dass ein Schnitzel nicht auf dem Baum wächst.

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