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Das moderne, große Zelt des Cirkus Krone freut sich auf zahlreiche Gäse. Foto: Mirko Luis

Premierenfieber steigt - größte Raubtiernummer der Welt

am 25.09.2019

Circus Krone rechnet an sechs Tagen mit bis zu 30.000 Gästen

FULDA (mlu). Die Aufregung vor der Premierenvorstellung von Circus Krone (heute Abend ab 19.30 Uhr) auf dem Fuldaer Messegelände steigt - es ist kurz nach 10 Uhr, als Fuldaer Kindergartengruppen und einige Erwachsene Zirkusfans den „Tag der offenen Tür“ nutzen, um schon mal Zirkusluft zu schnuppern.

Stars hierbei sind natürlich die 26 Löwen, deren Gebrüll. Einige Kinder - nur zwei Meter vom Außenbereich der Raubtiere entfernt - bekommen Herzklopfen und feuchte Hände, doch die Momente vergehen schnell. Der Circus Krone ist der bestkontrollierteste Zirkus überhaupt - mit extrem hohen Sicherheitsstandards. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, so nah an den Tieren dran zu sein“, meint eine ältere Dame, die schon beim Gastspiel von Circus Krone vor vier Jahren dabei war, ihren Namen aber weder in der Zeitung noch im Internet lesen will. Von einem Löwen-Betreuer erfährt sie, dass ein Tier pro Tag 6 bis 8 Kilogramm bestes Rindfleisch futtert - der Kühlwagen steht nur einen Steinwurf vom Gehege entfernt.

„Dass das Thema Zirkus polarisiert, ist uns bewusst. Gerade deshalb setzen wir ja auf Transparenz und sind bereit, Besucherinnen und Besuchern schon vor der Vorstellung Fragen zu beantworten“, sagt Andreas Kielbassa, Medienbeauftragter von Circus Krone, beim Rundgang wenige Stunden vor der Vorstellung. Doch in den meisten Städten, auch Fulda, überwiege die Faszination für traditionelle Zirkuskunst. „Wir erwarten an den sechs Spieltagen 20.000 bis 30.000 zahlende Gäste, freuen uns aber, wenn es mehr werden“, äußert sich der Diplom-Betriebswirt zu den Besuchererwartungen. Das Interesse an der neuen Show „Mandana“, bei der unter anderem 100 Tiere und 34 Artisten aus zwölf Nationen mitwirken, sei enorm.

„Fulda darf sich heute Abend nicht nur auf die größte Raubtiernummer der Welt freuen, sondern bekommt ein buntes Spektakel mit märchenhafter Unterhaltung geboten“, verspricht Andreas Kielbassa. Währenddessen läuft im Zelt des größten reisenden Zirkus Europas der Soundcheck des Orchesters - mit Einspielungen vom Ungarischen Staatsorchester. Schneiderin Judith schaut nach, dass alle Kostüme geschniegelt auf dem Kleiderbügel hängen, im Zelt werden die Stühle beplüscht - 200 Mitarbeiter wuseln übers Gelände, um dafür zu sorgen, dass alles dort ist, wo es hin soll. Für den Außenstehenden sieht alles gut eingespielt aus. Ist es auch, denn die Künstler befinden sich bereits seit siebeneinhalb Monaten auf Tournee. Nach Fulda warten als Stationen noch Nürnberg und Würzburg, danach geht es für den 114 Jahre alten Zirkus ins Stammhaus nach München zurück. Allein in der dreimonatigen Winterspielzeit besuchten 500.000 Kleine und große Zirkusfans die Vorstellungen.

Gute Nachrichten für alle, die sich noch keine Karten für heute Abend gesichert haben: Für Kurzentschlossene gibt es in jedem Fall noch ein Premieren-Restkontingent.

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