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IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt begrüßte die Gäste beim Wirtschaftstag. Foto: Mirko Luis

26.Fuldaer Wirtschaftstag fokussiert gesellschaftlichen Wandel

am 20.09.2019

Spannende Vorträge mit den Top-Playern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung / Bildergalerie

FULDA (mlu). Erstmals als neuer Präsident begrüßte heute Dr. Christian Gebhardt, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda, Top-Player aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum 26. Fuldaer Wirtschaftstag, darunter Landrat Bernd Woide (CDU) und der Ehrenpräsident der IHK Fulda, Helmut Sorg.

Die Moderation der Veranstaltung teilen sich IHK-Vizepräsidentin Anika Wuttke sowie die Vizepräsidenten Michael Döppner und Thomas Gutberlet. Für ihn sei die Eröffnung der Tagung eine große Ehre, betonte Gebhardt. In seiner Eröffnungsrede äußerte er trotz einer merklichen Verschlechterung der Stimmung in Chefetagen der deutschen Wirtschaft Optimismus.

„Der fast ein Jahrzehnt andauernde Aufschwung verlangsamt sich, in einzelnen Branchen drohen Rezessionen. Es gibt wieder Entlassungen und Kurzarbeit – auch in Fuldaer Unternehmen“, sagte Gebhardt. Die Mär von der German Angst, von den deutschen Angsthasen, scheine nicht mehr zu ziehen. Der seit 1946 neunte Präsident der IHK Fulda untermauerte seine Aussage vor rund 350 Tagungsteilnehmern unter anderem mit den Ergebnissen einer Langzeitstudie zum sogenannten Sorgenindex. Diese, beauftragt von der R+V-Versicherung, bescheinige den Deutschen, aktuell so optimistisch zu sein, wie zuletzt vor 25 Jahren. Der Gesamtindexwert für alle abgefragten Ängste sei gegenüber dem vergangenen Jahr von 47 auf 39 Punkte gesunken. Auf Platz 1 und 2 liege dabei immer noch die Angst davor, dass der Staat durch Flüchtlinge überfordert sei und dass es dadurch Spannungen gebe. Auf den Plätzen drei bis fünf würden mit Ängsten vor der Trump-Politik, vor der Überforderung der Politiker und vor Extremismus ebenfalls politische Themen. Erst auf Rang 6 käme dann das neu hinzu genommene Thema der Angst vor zu hohen Mieten, gefolgt von der Angst, ein Pflegefall zu werden. Nicht in den Top Ten vertreten seien dagegen Umweltthemen. Die Angst, dass der Klimawandel dramatische Folgen für die Menschheit hat, teilten dieser Umfrage zufolge immerhin 41 Prozent der Bürger. Unterm Strich könne man sagen, dass es den Menschen in Deutschland so gut wie schon lange nicht mehr gehe, erklärte Gebhardt. Auch die Unternehmen könnten nach vorn schauen, da zurzeit niemand ernsthaft von einer „scharfen Rezession“ ausgehe. „Für das 4. Quartal könnte es wieder ein leichtes Wirtschaftswachstum geben, ebenso fü̈r das Jahr 2020, sagte Gebhardt.

Eingangs seiner profunden Analyse hätte er an den bekannten Ausspruch des griechischen Philosophen „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ erinnert, der punktgenau zum zentralen Thema des Wirtschaftstages „Impulse 2019: Mensch und Veränderung“ passt.

Top-Referent auf der mit hochkarätigen Referenten besetzten Tagung im Hotel „Maritim“ ist der als „Mr. Tagesthemen“ bekanntgewordene Journalist und Buchautor Ulrich Wickert, dessen Vortrag gegen 11 Uhr jetzt schon mit Spannung erwartet wird.

Den Reigen der Fachvorträge eröffnete Schwester Doria, die auf den immensen Druck und das angekratzte Selbstwertgefühl in Zeiten der Digitalisierung einging. Die Schönstattschwester, die gerade ein Buch über Pater Josef Kentenich, den Gründer der Schönstatt-Bewegung geschrieben hat, geht der Frage nach, wie jeder Mensch gefördert werden und sein Leben erfüllt leben kann.

Der Marktkorb berichtet am Mittwoch in seiner Print-Ausgabe ausführlich über den Fuldaer Wirtschaftstag.  

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