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Pater Robert verabschiedet Katharina Knobloch, Lena Leinweber und Michael Friedrich vom Vorstand des Vereins Bonifatius-Route. Foto: privat

Eine einzigartige, persönliche Erinnerung

am 27.04.2015

Die Stempel im Pilgerausweis der Bonifatius-Route: Neue Stelle in Blankenau

HOSENFELD (MK). An rund vier Dutzend Orten können Pilger auf der Bonifatius-Route die von ihnen bewältigte Strecke in einem Pilgerausweis dokumentieren. In Kirchen und Herbergen, aber auch an Orten, die nur der Wanderer auf der rund 180 Kilometer langen Strecke zwischen Mainz und Fulda erreichen kann, liegen Stempel und -kissen bereit – als individuelles Andenken an ein besonderes Erlebnis. Neu im Fuldaer Land ist unter anderen die Stempelstelle in Blankenau. 

Michael Friedrich, Leiter der Volkshochschule Fulda und Vorstandsmitglied des Vereins Bonifatius-Route, freut sich, dass die beiden Studentinnen Lena Leinweber und Katharina Knobloch, beide 21, erstmals zu einem Ort an der Bonifatius-Route gekommen sind: zur katholischen Kirche nach Blankenau im Fuldaer Land. Denn mitten im Ort liegt das einzige ehemalige Kloster der Zisterzienserinnen auf fuldischem Gebiet. Um 1270, weist ein Schild an der Kirchenmauer aus, wurde die Kirche Simon und Judas erbaut – der Bau mit dem wohl ältesten Vierungsturm Deutschlands. Im als Pfarrhaus genutzten Propsteischloss arbeiten Patres des Franziskaner-Ordens aus Kroatien in der Seelsorge der umliegenden Gemeinden. Pfarrer Stipe Pervan führt die Gäste durch die neuen Übernachtungsmöglichkeiten im benachbarten alten Schulhaus. Friedrich schwärmt: „Das ist eine der komfortabelsten Unterkünfte für Pilger auf der gesamten Route.“
Pater Robert begleitet die Erst-Pilgerinnen zur neuen Stempelstelle an der Bonifatius-Route in dem katholischen Gotteshaus. Stempel und Kissen liegen gleich rechts vom Eingang – und sind damit leichter zu finden als das Abbild des Bonifatius. Denn um dieses entdecken zu können, muss der Pilger oder Wanderer erst den Blick zur Wandmalerei an der Decke richten.

Workshop zum Pilgern

Die Idee, dass Pilger ihre zu Fuß zurückgelegte Strecke durch einen Nachweis über Stempel längs ihres Wegs nachweisen können, sagt Michaela Brechel, stamme von der bekanntesten Pilgerroute, dem sogenannten Himmelspfad, besser bekannt als Jakobsweg mit Ziel im spanischen Santiago de Compostela. „Der Ausweis soll vor allem Missbrauch vorbeugen.“ Missbrauch? Eben dass Menschen von sich behaupten, sie wären auf einem Pilgerweg marschiert, ohne ihn je zu Fuß betreten zu haben. „Deshalb ist ein Teil der Stempelstellen auch nur zu Fuß zu erreichen und kann nicht per Auto oder Rad angefahren werden“, erklärt die Diplom-Pädagogin. Wie auf der Bonifatius-Route.
Michaela Brechel ist bereits 3000 Kilometer auf Jakobswegen gelaufen und wird ihre Erfahrung, dass „Pilgern auch auf der Bonifatius-Route ein wunderbarer Ausgleich für Berufstätige ist, bei dem man mit Gleichgesinnten ein Ziel vor Augen hat und sich nicht ständig neu entscheiden muss“ in einem Workshop der Volkshochschule Fulda im Herbst weitergeben. Ihren Zuhörern wird sie zudem vermitteln, dass auch auf der Strecke von Mainz nach Fulda gilt, nur das nötigste Gepäck mitzunehmen, stets zur Sicherheit Wasser und etwas zu Essen dabei zu haben und am besten mit Hilfe des Wanderpakets oder den Informationen der Bonifatius-Route im Internet eine Übernachtungsgelegenheit zu buchen.
Per Klick sind auf der Homepage des Vereins alle Stempelstellen zu finden – unterteilt nach den Etappen, darunter auch der Landgasthof „Kleinheiligkreuz“ in Großenlüder.

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