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´Naturfreunde aufgepasst! Bei der Aktion „Abenteuer Faltertage!“ dreht sich alles um die farbenfrohen Schmetterlinge. Foto: ulkas/Fotolia

Ökologische Nischen für Schmetterlinge

am 22.04.2015

Gemeinschaftsaktion von MK, Schlaufuchs und BUND Kreisverband Fulda: Malwettbewerb zu Faltertagen

FULDA (bick). Sie sind die Vorboten des Sommers und erfreuen das Auge mit ihrer Farbenvielfalt und Leichtigkeit: Schmetterlinge sind die beliebtesten Vertreter in der Welt der Insekten. Dass sie Hinweise auf ausbalancierte oder gestörte Ökosysteme geben können, wissen nur wenige. Der MK, der Schlaufuchs als Botschafter des FZ-Kinderprogramms und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V (BUND), Kreisverband Fulda, haben die Aktion „Abenteuer Faltertage“ zum Thema einer Kooperation gemacht, die alle Naturfreunde aufruft, sich intensiv mit den Gauklern der Lüfte zu beschäftigen.

Mit offenen Augen durch den Tag gehen, bunte Schmetterlinge im tänzerischen Flug beobachten oder beim Blütenbesuch betrachten, macht Spaß und bringt uns der Natur  näher. „Schmetterlinge gehören zu den Tierarten, die signalisieren ‚Hier stimmt was nicht‘, da sie in gestörten Bereichen den Rückzug antreten oder gar nicht mehr auftauchen“, erklärt Julia Djabalameli, Geschäftsführerin des BUND-Kreisverbandes Fulda.
Die Ursachen dafür seien vielfältig: Industrielle Land- und Forstwirtschaft mit massivem Einsatz von Pestiziden, die Zersiedelung von Landschaften und den damit verbundenen Verlust von Lebensräumen, der Klimawandel oder ganz lapidar, der perfekt gepflegte Garten, der ohne Brennnesseln oder Sommerflieder dem Schmetterling die natürliche Futterquelle raubt.
Um die Menschen für das heimische Ökosystem zu sensibilisieren, haben sich  MK, Schlaufuchs und der BUND Kreisverband Fulda unter der Aktion „Abenteuer Faltertage“ zusammengeschlossen und rufen die Leser dazu auf, die heimischen Schmetterlinge im Zeitraum von April bis Oktober zu bestimmen und zu zählen.
Ein eigens entwickelter Zählbogen mit Abbildungen der wichtigsten Falter hilft bei der Erkennung. Hinweise auf den Beobachtungsort – von öffentlichen Grünflächen über Garten und Balkon bis hin zu Wiese, Weide und Wald – sind bereits vorgegeben, ebenso wie Art und Anzahl oder Tag und Uhrzeit der Zählung. Auch Fragen zum Wetter werden gestellt.  Gezählt werden kann zuhause im Garten, auf Wiesen und in Wäldern, kurz – überall da, wo die bunten Flieger heimisch sind. Natürlich kann man alle Infos auch im Internet unter   www.bund.net/faltertage eingeben. Infos zum BUND gibt es auch auf facebook unter BUND Fulda.
Um das Interesse noch anzuheizen rufen wir in der nächsten Veröffentlichung zum Thema zu einem Mal- und Fotowettbewerb auf, bei dem es von Experten geführte Exkursionen zum Thema „Falter“ durch den Lebensraum Rhön zu gewinnen gibt.
„Natürlich geht es nicht darum, jeden einzelnen Schmetterling zu erfassen,  aber wir beabsichtigen, Arten und Mengen in bestimmten Lebensräumen zu dokumentieren. Wir kennen die Ansprüche der Arten und müssen Laien auf diese Informationen aufmerksam machen“, nennt Julia Djabalameli die Hintergründe. Sie und ihre Kollegen vom BUND möchten die Menschen motivieren, sich für das Thema zu interessieren und auf diese Weise vielen der mittlerweile schon bedrohten Schmetterlingsarten zu helfen. „Im heimischen Garten reicht bereits eine kleine Fläche aus, die man sich entwickeln lassen kann, um den Faltern eine ökologische Nische zu schaffen“, sagt die engagierte Naturschützerin.

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