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Die Vortragsreihe findet in der ehemaligen Rabbinervilla in der Von-Schildeck-Straße statt. Foto: Stadt Fulda

Das Leben der Lilli Jahn

am 10.03.2020

Vortrag im ehemaligen Rabbinerwohnhaus

FULDA (jo). Im Rahmen der Reihe „Unbekannte Nachbarn. Gespräche zum jüdischen Fulda“  laden der Magistrat der Stadt Fulda, der Fuldaer Geschichtsverein sowie die Hauseigentümerin Ingeborg Kropp-Arend am Donnerstag, 2. April, alle Interessierten zu einem weiteren Vortragsabend in das ehemalige Rabbinerwohnhaus in der Von-Schildeck-Straße 12, in Fulda ein.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Referent des Abends ist der Publizist und Buchautor Dr. Martin Doerry (Publizist und Buchautor). Der ehemalige stellvertretende „Spiegel“-Chefredakteur Doerry berichtet vom Leben seiner Großmutter und liest aus seinem Buch „Mein verwundetes Herz – Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944“.
Lilli Jahn (geborene Schlüchterer) wurde als Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Köln geboren und studierte in Würzburg, Halle, Freiburg und Köln Medizin. 1926 heiratete sie den evangelischen Arzt Ernst Jahn und eröffnete mit ihm eine gemeinsame Hausarztpraxis im nordhessischen Immenhausen. Im August 1943 wurde Lilli Jahn als Jüdin denunziert, kam zunächst in das Arbeitserziehungslager Breitenau bei Guxhagen und später nach Auschwitz, wo sie im Juni 1944 zu Tode kam.
Das Buch, das auf einer Auswahl an Briefen Lilli Jahns basiert, erschien im Jahr 2002 und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Da das Platzangebot in der ehemaligen Rabbinervilla beschränkt ist, werden Interessenten gebeten, sich bis zum 15. März unter folgenden Kontaktdaten bei der städtischen Repräsentationsabteilung anzumelden: Susanne Schreiber, Telefon (0661) 102-1067, E-Mail: susanne.schreiber@fulda.de, oder Volker Joerg, Telefon (0661) 102-1065, E-Mail: volker.joerg@fulda.de.