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Die neuesten Projekte in der städtischen Kinderbetreuung: In Sickels entsteht derzeit der Neubau der Kita „Pippi Langstrumpf“ und auf dem Aschenberg soll bis zum Sommer eine Waldkita entstehen. Foto: Stadt Fulda

Bunte Vielfalt für die Jüngsten

am 19.02.2020

Neue Serie (Teil 1): Die Kindertagesstätten der Stadt Fulda stellen sich vor / Umfangreiche Standards

FULDA (jo). 16 städtische Kindertagesstätten gibt es in der Stadt Fulda – dazu kommen noch einmal mehr als zwei Dutzend weitere Kitas in kirchlicher oder privater Trägerschaft im Stadtgebiet. Insgesamt also ein sehr umfangreiches und ausdifferenziertes Angebot für die Jüngsten. Und auch innerhalb der 16 städtischen Kitas gibt es eine große Bandbreite an Schwerpunkten und Spezialisierungen – wie etwa den neuen Waldkindergarten am Aschenberg.

Alle Einrichtungen haben jedoch bei allen individuellen Angeboten vieles gemeinsam: So arbeiten alle arbeiten nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan. Demnach soll jedes Kind in Hessen möglichst früh, möglichst optimal und nachhaltig gefördert werden: „Die frühkindliche Bildung hat die Aufgabe, den durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigten Gewinn früher Bildung durch entsprechende ganzheitliche ineinander greifende Konzepte zu verwirklichen“, lautet eine Vorgabe des Bildungs- und Erziehungsplans. Durch die frühe und individuelle Förderung wird gewährleistet, dass alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft von Anfang an bestmögliche Bildungschancen haben.
Selbstverständlich setzen alle städtischen Kitas auch die Bestimmungen des Hessischen Kinderförderungsgesetzes um, das unter anderem Personalschlüssel, Gruppengrößen und ähnliches regelt. 
Grundsätzlich zu unterscheiden ist bei Kindertagesstätten zwischen Kinderkrippen, also Einrichtungen beziehungsweise Gruppen für Kinder unter 3 Jahren, und Kindergärten (für Kinder über 3 Jahren) sowie Horten (für die Betreuung von Schulkindern von 6 bis 14 Jahren).
In den städtischen Kinderkrippen (bzw. U3-Gruppen) geht es um die Betreuung, Bildung und Förderung von Kindern zwischen 11 Monaten und 3 Jahren. Gefördert werden unter anderem die Entwicklung von Motorik, Sprache, sozial-emotionalem Verhalten, Kognition und Umwelterfassung. In allen Einrichtungen wird dabei ein partizipativer Umgang mit den Kindern gepflegt und am Aufbau einer Erzieher-Kind-Bindung gearbeitet. Aber auch ganz lebenspraktische Fragen stehen im Blickpunkt, wie etwa die Begleitung des Kindes bei der Hygiene- und Sauberkeitsentwicklung: Viele Krippenkinder sind beispielsweise schon nach wenigen Monaten in der Krippe „sauber“ und benötigen nur noch nachts oder beim Mittagsschlaf Windeln.
Zu den Standards in den Krippen gehört natürlich auch die intensive Beobachtung der kindlichen Entwicklung und die Dokumentation derselben – in der Regel in enger Abstimmung mit den Eltern: „Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zu den Eltern“ lautet hier das Stichwort.
In den Kindergärten (bzw. Ü3-Gruppen) geht es um die Betreuung, Bildung und Förderung von Kindern ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Hier rückt dann die Vorbereitung auf die Schule immer mehr in den Mittelpunkt. Gezielt gefördert werden Sprache, Spiel-, Lern-, Arbeitsverhalten, Kreativität, Konzentration, Emotionaler Kompetenz, Ausdauer, Wahrnehmung, Selbstständigkeit und lebenspraktische Fähigkeiten. Auch in den Ü3-Gruppen wird die Entwicklung der Kinder ausführlich beobachtet und dokumentiert, im Einsatz ist hier eine spezielles digital gestütztes Programm (KOMPIK). Selbstverständlich wird auch hier der Kontakt zu den Eltern großgeschrieben, regelmäßige Elternabende und Feste dienen auch dem gegenseitigen Austausch. Auch die Sprachförderung (über das hessische Sprachförderprogramm oder das Bundesprogramm Sprachkita) steht oben auf der Agenda.
Einige Einrichtungen in Fulda haben einen Hort angegliedert. Dort geht es vor allem um Hilfestellung bei den Hausaufgaben, um Ganztagsbetreuung in den Ferien, die Förderung der Selbstständigkeit, aber natürlich auch um die Rückkopplung mit den Eltern.
Ganz allgemein sollen die Kinder in den städtischen Kindertagesstätten auch lernen, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale, Normen und Werte in einer Gemeinschaft bzw. Gesellschaft wichtig sind. Auch die interkulturelle Arbeit, das gegenseitige Kennenlernen und das gemeinsame Bemühen um ein friedvolles Zusammenleben, geprägt von Akzeptanz und Respekt allen anderen Kindern gegenüber, sind Ansätze, die alle städtischen Einrichtungen sich auf die Fahnen geschrieben haben.
Und nicht zuletzt sind alle städtischen Kindertagesstätten auch Ausbildungsstellen: Hier lernen Berufspraktikantinnen und -praktikanten oder Studierende der frühkindlichen Bildung das Handwerkszeug ihres Berufs. Und Schulpraktikanten oder Schüler beim „Girls‘ and Boys‘ Day“ schnuppern regelmäßig in den Erzieheralltag.

Zur Serie

Kitas der Stadt Fulda
16 städtische Kindertagesstätten gibt es in Fulda – von der Kita „Ahornbaum“ in Haimbach bis  zu den „Weltentdeckern“ am Aschenberg.
In den kommenden Wochen und Monaten sollen pro Serienteil immer zwei Einrichtungen mit ihren Besonderheiten und ihrem jeweiligen Profil näher vorgestellt werden.
Der heutige Serienstart soll als Überblick über das Gesamtangebot und die gemeinsame inhaltliche und pädagogisches Grundausrichtung der städtischen Einrichtungen dienen.