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Alle Ehrenden und Geehrten (von links): OB Dr. Heiko Wingenfeld, Günther Lotz, Maria Bender, Birgit Beneforti, Andrea Zeis, Rudolf Weiser, Manfred Storch (hinten), Gotthard Schmidt, Personalratsvorsitzender Richard Thonius, Johannes Sauer, Harald Larbig, Hauptamtsleiter Lothar Happ und Personalabteilungsleiterin Bettina Stelzner. Fotos: Stadt Fulda

Vielfältige Verdienste um die Stadt erworben

am 14.01.2020

Magistrat würdigt langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter / Dank an künftige Ruheständler

FULDA (jo). Gleich eine ganze Reihe von Arbeits- und Dienstjubiläen standen im Dezember bei der Stadt Fulda an – und noch länger war die Liste jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Jahreswechsel aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden. Der Magistrat ehrte sie alle mit einem Empfang im grünen Zimmer des Stadtschlosses.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld betonte im Beisein von Bürgermeister Dag Wehner und Stadtbaurat Daniel Schreiner mit Blick auf die zum Teil jahrzehntelangen Beschäftigungszeiten bei der Stadt Fulda, wie stark sich seither die Stadt als solche, aber auch in ihrem Aufgabenspektrum als Arbeitgeber gewandelt habe. „Sie alle haben diesen Wandel im Sinne der Bürgerinnen und Bürger mitgestaltet – und dabei zum Teil tiefe Fußabdrücke hinterlassen“, sagte der OB.
Personalratsvorsitzender Richard Thonius meinte, die langen Dienstzeiten von 25, 30 oder gar 41 Jahren seien ein starkes Indiz dafür, dass die Stadt als Arbeitgeber „so schlecht nicht sein“ könne. Für viele der Geehrten könne sicher das Wort des Konfizius gelten: „Wähle einen Beruf, den Du liebst, und Du brauchst keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten“, zitierte Thonius.
Gleich zwei Urkunden erhielt an diesem Tag Amtsrat Harald Larbig: eine für das 40-jährige Dienstjubiläum und die andere zur Verabschiedung in den Ruhestand. 38 der 40 Jahre im öffentlichen Dienst verbrachte Larbig bei der Stadt Fulda, zuvor war er Zeitsoldat bei der Bundeswehr gewesen. Bei der Stadt startete er 1981 als Inspektoranwärter die Beamtenkarriere, war zunächst im Personal- und dann viele Jahre im Sozial- und Wohnungsamt tätig. Dort leitete die Abteilung „Jugendpflege und Sport“ und später die Wohnungsabteilung. 1997 übernahm er – für am Ende 22 Jahre – die Sachgebietsleitung „Gewerbeangelegenheiten“ im Rechts- und Ordnungsamt. Der OB lobte Larbigs vielseitigen Kompetenzen, etwa bei der rechtlichen Verankerungen der Marktsatzungen, der Umsetzung des Spielhallengesetzes oder den Taxikonzessionen. „Gerade bei schwierigen Themen haben Sie es oft geschafft, die Gerichte mit juristisch fundierten Argumenten zu überzeugen“, lobte der OB. „Ihre Erfahrung und ihr Wissen werden uns fehlen.“
Ebenfalls über eine ganze Ära hinweg hat Manfred Storch seinen Zuständigkeitsbereich geprägt: die Untere Naturschutzbehörde (UNB). Der gebürtige Fuldaer kam nach einer sechseinhalbjährigen Dienstzeit beim Bundesgrenzschutz 1979 in den kommunalen Dienst, zunächst bei der Stadt Würzburg und ab 1984 dann bei der Stadt Fulda. Er baute die damals neu geschaffene UNB auf und drückte ihr über 35 Jahre hinweg seinen Stempel auf. In unzähligen Genehmigungsverfahren war seine Expertise gefragt, viele Naturschutzprojekte wurden unter seiner Ägide auf den Weg gebracht. „Besonders freut es mich für Sie, dass noch in Ihrer Amtszeit der Weißstorch nach gut 80 Jahren wieder als Brutvogel in die Innenstadt zurückgekehrt ist“, sagte der OB. Für den Ruhestand wünschte Wingenfeld dem ehemaligen aktiven Fußballer viel Freude am Sport, an der Gartenarbeit und an der Freizeit mit den Enkelkindern.
Unter den Neu-Ruheständlern kann Gotthard Schmidt auf die längste Beschäftigungszeit bei der Stadt Fulda zurückblicken: Am 28. März 1978 war er als Arbeiter der Sportplatzpflegekolonne eingestellt worden. Zuvor hatte er eine Lehre als Kfz-Mechaniker bei Opel Fahr absolviert und anschließend als Reifenmonteur bei der Firma Kreuzberg gearbeitet. Bei der Stadt Fulda arbeitete er dann als Kraftfahrer im Fuhrpark beziehungsweise bei der damals noch städtischen Müllabfuhr. Seit 2001 war er in der Abteilung Friedhofsunterhaltung tätig; daneben war er im Personalrat aktiv, wo er durch seine authentische Art hohes Ansehen genoss. „Sie haben oft offene Worte gewählt, aber stets an einer Kompromisslösung in der Sache mitgewirkt“, lobte der OB. Und auch Personalratsvorsitzender Thonius zollte seinem Kollegen hohen Respekt für den Einsatz im Interesse der Belegschaft. Nach 41 Arbeitsjahren kann sich Schmidt nun ganz seinen beiden Enkeln sowie dem großen Hobby, dem Reisen, widmen.
Immerhin 28 Jahre in Diensten der Stadt Fulda stand Rudolf Weiser. Er startete 1991 als Hausmeistervertretung, ein Jahr später wurde ihm die Hausmeisterstelle an der Geschwister-Scholl-Schule übertragen, wo er bis zum Schluss tätig war. Seine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur hatte er 1971 begonnen und war dann 20 Jahre im erlernten Beruf tätig gewesen. Die Stadt profitiere immer von Quereinsteigern wie Rudolf Weiser, weil sie ihr Fachwissen in die neue Tätigkeit einbringen könnten, sagte der OB. Für den Ruhestand wünschte er mehr Zeit fürs Fahrradfahren auf dem neuen E-Bike, fürs Schwimmen und für den Kraftsport 
Für das Sauberkeit im Stadtschloss war in den vergangenen Jahren Maria Bender mitverantwortlich. Sie kam nach der Wende aus der damaligen Sowjetunion nach Fulda und begann 1993 als Raumpflegerin in der Richard-Müller-Schule. 2004 wechselte sie zum Reinigungsteam des Stadtschlosses und sorgte mit Akribie und Fingerspitzengefühl dafür, dass die historischen Räume ihren besonderen Charme bewahren. Für die Zeit des Ruhestands wünschte der OB alles Gute – und mehr Zeit, sich um die fünf Enkel und den Garten kümmern zu können. 
Aus Weidenau im Vogelsberg stammt Günther Lotz, der seit 33 Jahren als Elektroingenieur im Hochbauamt beziehungsweise im Gebäudemanagement tätig war. Seinen Berufsweg gestartet hatte er 1969 mit einer Ausbildung bei der Firma K. Schmitt in Fulda, später arbeitete er als Elektriker bei System Schultheis und Dura Tufting. Mitte der 70er Jahre bildete sich Lotz zum staatlich geprüften Elektrotechniker weiter und absolvierte anschließend an der FH Frankfurt ein Studium zum Diplom-Ingenieur Elektrotechnik. Nach zwei weiteren Berufsstationen kam er schließlich im April 1986 zur Stadt Fulda, wo er unter anderem als Leiter der Gruppe Haustechnik tätig war. Mit einem Augenzwinkern versprach der OB dem erklärten Helene-Fischer-Fan Lotz, dass er sich um einen Auftritt des Stars auf dem Domplatz bemühen werde. 
Sein 40-jähriges Dienstjubiläum konnte Johannes Sauer feiern. 12 Jahre dieser Dienstzeit absolvierte Sauer als Zeitsoldat bei der Bundeswehr, bevor er 1991 nach Absolvierung der Bundeswehr-Fachschule in Gießen als Inspektoranwärter zur Stadt Fulda kam. Nach erfolgreicher Laufbahnprüfung kam er als Sachbearbeiter ins Tiefbauamt. Von 2000 bis 2017 war er Sachgebietsleiter „Veranlagung zum Erschließungs-, Straßen- und Kanalbeitrag“ und auch stellvertretender Tiefbauamtsleiter. Seit zwei Jahren ist er nun Leiter des Grundstücks- und Vermessungsamts. Der OB gratulierte herzlich und wünschte trotz des verantwortungsvollen Amtsleiterpostens genügend Freizeit für die Enkel und das Wandern in den Tiroler Bergen.
Als „die gute Seele in der Küche der Kita Sonnenschein“ stellte der OB Birgit Beneforti vor, die ihr 25-jähriges Arbeitsjubiläum feiern konnte. Seit der Eröffnung der Kita am Aschenberg 1994 gehört Beneforti zum Team und prägt durch diese Kontinuität und mit ihrer guten Laune die positive Atmosphäre in der Einrichtung. Vor ihrer Zeit bei der Stadt war die ausgebildete Bürokauffrau untere anderem bei der Firma Gebr. Wald tätig. Sie habe „stets ein offenes Ohr für jeden“ in der Kita, charakterisierte sie der OB.
Am 1. Juli 1993 begann Andrea Zeis ihre Tätigkeit als Erzieherin in der Kita Maberzell und ist seither – mit einer kurzen Unterbrechung für Mutterschutz und Elternzeit – mit ihrem empathischen, hilfsbereiten und kreativen Wesen nicht mehr als der Kita wegzudenken. Vor der Tätigkeit bei der Stadt Fulda war sie nach der Kinderpflege- und Erzieherin-Ausbildung in Kindergärten in Lauterbach und Herbstein tätig.
Bei einem gesonderten Termin im Dezember ehrte Bürgermeister Dag Wehner zwei weitere Dienstjubilare: Christian Fleiter ist seit 25 Jahren bei der Ordnungspolizei der Stadt Fulda tätig. 1994 als Hilfspolizeibeamter gestartet, stieg er 2009 zum Dienstgruppenleiter auf. Er gehört auch zu jenen sportlichen Ordnungspolizisten, die seit 2019 als Fahrradstreifen für Recht und Ordnung sorgen. Er hoffe, so Bürgermeister Wehner, dass auch künftig neben der Arbeit noch Zeit für Hobbys wie das Tischtennis „auf hochklassigen Niveau“ sowie Wander- und Campingurlaube bleibe.
1994 trat Ina Malik als Jahrespraktikantin im Jugendtreff am Aschenberg in den Dienst der Stadt. Später übernahm sie eine Stelle als Diplom-Sozialarbeiterin im Jugendamt. Fünf Jahre betreute sie die Stelle „Scheidungs- und Trennungsberatung“ im Sachgebiet Soziale Dienst – eine „spannende, aber sicher auch herausfordernde und emotional belastende Tätigkeit“, wie der Bürgermeister anmerkte. Seit 2016 ist Ina Malik jetzt in der Seniorenberatung tätig.