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Stadträtin Sibylle Herbert gratulierte Margarete Weber und übergab ein Schreiben des Hessischen Ministerpräsidenten. Foto: Stadt Fulda

100 Jahre Stadtgeschichte miterlebt

am 27.12.2019

Margarete Weber feierte ihren runden Geburtstag / Eigener Garten war wie ein Lebenselexier

FULDA (jo). Nahezu ihr gesamtes Leben – inzwischen 100 Jahre – hat Margarete Weber in Fulda verbracht und dabei nicht zuletzt durch ihr ehrenamtliches Engagement Spuren hinterlassen. Vor Kurzem feierte sie im Mediana-Pflegestift ihren 100. Geburtstag. Für die Stadt gratulierte Stadträtin Sibylle Herbert.

Stadträtin Herbert überbrachte nicht nur die Wünsche und Geschenke des Oberbürgermeisters und der städtischen Gremien, sondern auch ein Schreiben des Hessischen Ministerpräsidenten. Die Gratulantin zeigte sich beeindruckt von der körperlichen und geistigen Fitness der Jubilarin und mutmaßte, dass die jahrzehntelange Pflege des eigenen Gartens in Ziehers-Süd diese sicher jung gehalten habe.
Margarete Weber, geb. Hennemuth, wurde am 27. November 1919 in Fulda geboren und wuchs dort mit drei Brüdern auf. Noch während des Krieges – am 17. Juli 1943 – heiratete sie ihren Mann Karl-Heinz, der jedoch mit schweren Verletzungen aus dem Krieg zurück nach Fulda kam. Das junge Ehepaar fand eine Wohnung am Seeseberg, der damals noch am Stadtrand von Fulda lag. Die Söhne Gerd und Klaus wurden 1944 bzw. 1948 geboren.
Die ersten Jahre nach Kriegsende waren sehr schwer, und Margarete Weber verdiente als Schneiderin etwas für die Familie hinzu. Das Schneidern hatte sie sich selbst beigebracht. Doch dann wurden die Zeiten besser, und 1960 bezog die Familie ihr eigenes Haus in Ziehers-Süd mit großem Garten. Diesen Garten hat sie geliebt, gehegt und gepflegt.  Der „grüne Daumen“ war Margarete Weber gewissermaßen in die Wiege gelegt: Schließlich war ihr Vater viele Jahre Vorsitzender des damaligen Eisenbahner-Gartenbauvereins.
Nachdem die Kinder das Haus zum Studium verlassen hatten, fand die Jubilarin eine Beschäftigung in einer Bücherei und engagierte sich viele Jahre ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission. 1999 verstarb ihr geliebter Ehemann. Bis zum Einzug in den Mediana-Pflegestift Ende 2017 lebte sie noch weitgehend selbstständig in ihrem Haus, umgeben von ihrem blühenden Garten. Im Mediana empfängt sie sehr gern Besucher, insbesondere solche mit Liebe zum Kartenspiel sind ihr immer herzlich willkommen.
Zum Ehrentag gratulierten neben vielen Freunden, Bekannten und Mitbewohnern im Mediana zwei Söhne und zwei Enkel mit Anhang sowie fünf Enkelkinder.