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Das neue Logistik-Terminal verfügt über zirka 6000 Quadratmeter Umschlagsfläche und einen rund 1200 Quadratmeter umfassenden Bürokomplex. Wirtschaftsdezernent Gerhard Möller ist begeistert und drückt dies im Gespräch mit Firmenchef Wolfgang Geis sowie IHK-Präsident Bernhard Juchheim aus. Foto: Michael Schwab

Gelungenes Beispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit

am 13.05.2015

OB Möller freut sich über neues Logistikzentrum der Geis-Gruppe und äußert sich zum Einzelhandelsgutachten

FULDA/EICHENZELL (mb). In nur fünfmonatiger Bauzeit entstand in Eichenzell eine der modernsten Güter-Umschlaganlagen.  Rund zehn Millionen Euro investierte die international agierende Unternehmensgruppe Geis mit Stammsitz im fränkischen Bad Neustadt in das Speditionsterminal, mit dem es seine Umschlagkapazitäten in der Region Fulda verdreifacht hat.

Wichtiges Ereignis

Für die Stadtregion und die beteiligten Gemeinden Eichenzell, Künzell und Petersberg sowie deren Bürgermeister Dieter Kolb, Peter Meinecke und Karl-Josef Schwiddessen, „aber gerade auch für uns in Fulda ein wichtiger Tag und ein ungemein wichtiges Ereignis, dass sich ein so großes Unternehmen im interkommunalen Gewerbegebiet an einem für die Logistik exzellenten Platz niedergelassen hat“,  kommentierte OB Gerhard Möller die Ansiedlung. Fuldas Wirtschaftsdezernent sieht darin ein „herausragendes Beispiel“, wie interkommunale Zusammenarbeit funktioniert. Möllers besonderer Dank galt seinem Bürgermeisterkollegen Kolb. Mit viel Engagement, Verhandlungsgeschick und raschem Handeln der Verwaltung habe er die Grundlage für das neue Logistikterminal des Unternehmens im Eichenzeller Ortsteil Kerzell gelegt. Das Beispiel Geis zeige, dass über interkommunale Ansiedlungspolitik „nicht geredet, sondern gehandelt wird.“

Einzelhandelsgutachten

Als weiteres Beispiel gelungener Zusammenarbeit führt Möller das Einzelhandelsgutachten für die Stadtregion an, das zurzeit in Arbeit ist. Der Lenkungsausschuss, der sich aus den an der interkommunalen Zusammenarbeit beteiligten Bürgermeistern zusammensetzt, hatte das Konzept in Auftrag gegeben. Abwickler ist die Stadt. Laut Wirtschaftsdezernent Möller handelt es sich dabei um einen „ersten wichtigen Baustein“ in der Ergänzung der öffentlich rechtlichen Vereinbarung zum interkommunalen Gewerbegebiet und zu den Beschlüssen, die alle Partner zur geplanten Standortverlagerung des Möbelanbieters Sommerlad getroffen haben. Das Gutachten, so die Absicht aller Beteiligten, wird eine Bestandsaufnahme vornehmen. „Selbstverständlich werden die Repräsentanten des Handels mit einbezogen“, bekräftigte Möller im Zusammenhang und betonte zugleich, dass dies von vornherein so geplant gewesen und auch so mit den Kommunen abgestimmt sei.

Logistikterminal

Das neue Logistik-Terminal verfügt über zirka 6000 Quadratmeter Umschlagsfläche und einen rund 1200 Quadratmeter umfassenden Bürokomplex. Attraktiv für Kunden unterschiedlichster Branchen ist die Lage – zentral in Deutschland und nahe den Autobahnen A7 und A66. Das ist eine ideale Voraussetzung für weitere Services: „Zusätzlich zum Stückgut-Umschlag sind wir am neuen Standort als Gebietsspediteur für die Automobilindustrie im Einsatz“, sagt Niederlassungsleiter Ramon Walter. „Zudem steuern wir von hier unser noch relativ junges Produkt‚ Geis Direkt‘.“ Dieser Service umfasst die qualitativ hochwertige Abwicklung deutschlandweiter Teil- und Komplettladungen, die nicht in das klassische Stückgut-Raster passen.

Für die Zukunft gerüstet

Mit der Inbetriebnahme des Umschlagszentrums hat Geis zudem begonnen, die Leistungspalette vor Ort auszuweiten. Von Eichenzell aus richtete das Team bereits weitere nationale und internationale Direktverkehre ein. Künftig ist auch der Ausbau der Logistik- und Mehrwertlösungen möglich – dafür bestehen auf dem rund 56000 Quadratmeter großen Grundstück weitere Flächen, auf denen eine Logistikanlage errichtet werden kann. Zurzeit sind knapp 50 Mitarbeiter im neuen Terminal beschäftigt. In den kommenden Jahren ist eine Steigerung auf 130 bis 150 Arbeitsplätze in der Endausbaustufe möglich.
Im Raum Fulda ist Geis bereits seit fast 30 Jahren aktiv – und ein verlässlicher Partner für namhafte Unternehmen im Umkreis Fulda, Alsfeld, Vogelsberg, Schlüchtern und Rhön. „Die Region bietet großes Potenzial“, sagen die geschäftsführenden Gesellschafter Hans-Georg Geis und Wolfgang Geis. „Mit der neuen Anlage, unserer gewohnten Zuverlässigkeit und Qualität wollen wir Wachstumschancen nutzen und Bestands- und Neukunden zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.“