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Renate Stieber unterstrich die Bedeutung der Amerikaner für die Fuldaer Stadtgeschichte. Foto: Michael Schwab

Amerikaner bleiben unvergessen

am 29.04.2015

Empfang zur Feier der 25. Border Patrol des 11. Panzeraufklärungsregiments

FULDA (mb). „...your home became their home away from home.“ Mit diesem Satz verband Amerikas Botschafter in der Bundesrepublik, John B. Emerson, zum 25. Border Patrol Treffen seinen Dank an die Bevölkerung Hessens für jahrzehntelang bewiesene Gastfreundschaft.

Was Emerson an Point Alpha so deutlich zum Ausdruck brachte, war auch tags zuvor bei einem Empfang des deutsch-amerikanischen Partnerschaftsvereins GABACA mit Oberbürgermeister Gerhard Möller und fast 100 amerikanischen Gästen im Hotel Karpfen zu spüren. Gastfreundschaft, ja tief empfundene Freundschaft zwischen Deutschen und den Angehörigen des ehemals in Fulda stationierten 11. Panzeraufklärungsregiments „Black Horse“ (11th ACR) sind keine bloßen Worthülsen, sondern praktizierte Realität.  

Freunde

OB Möller machte dies schon in der Begrüßung deutlich, als er von „liebe Freunde aus den USA“ sprach. Für ihn sei das Jahr 1993 noch sehr gegenwärtig. In dieser „relativ kurzen Zeitspanne“ habe sich das frühere Kasernengelände im Münsterfeld oder der Hubschrauberlandeplatz „Sickels Airfield“  sehr verändert. Viele der Entwicklungen in den letzten zwei Jahrzehnten habe er, Möller, mitbegleiten können. „All das wäre ohne ihren Einsatz und Präsenz vor Ort für Frieden und Freiheit nicht möglich geworden“, betonte er. Trotz all dieser Veränderungen „ist für uns in der Bevölkerung die tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber den Amerikanern geblieben.“ Die Menschen im anderen Teil Deutschlands haben durch die Wiedervereinigung die Gelegenheit erhalten, sich in die nunmehr geeinte Republik zu integrieren. Den amerikanischen Gästen wünschte Möller „viele Begegnungen und Wiederbegegnungen“. Gleichzeitig verband Fuldas OB mit diesem Wunsch die Hoffnung, dass die Verbundenheit zwischen Deutschen und Amerikanern auch in Zukunft bestehen bleibe. „Sie sind Teil unserer Geschichte. Was Sie für unsere Freiheit getan haben, ist nicht vergessen.“

Ehrung

Den herzlichen Gruß und Dank erwiderten auch General a.D. John Sherman Crow, früher Kommandeur des 11. ACR, sowie Colonel a.D. James G. Snodgrass, Präsident der Blackhorse Association. Snodgrass nutzte die Gelegenheit des Empfangs, um der Ehefrau und Witwe des 11th ACR-Veteranen Jerry Trafford eine Ehrenurkunde (Honorary Rolls) zu überreichen. Der 1. Sergeant des Regiments hatte laut Snodgrass eine „bedeutende Rolle in der Überwachung der Bewegungen der DDR-Grenztruppen” an der innerdeutschen Grenze gehabt.

Teil der Stadtgeschichte

Für den Partnerschaftsverein GABACA unterstrich die 2. Vorsitzende Renate Stieber die Bedeutung des Treffens als Gelegenheit, die kostbaren Verbindungen wieder aufzufrischen, die auch nach so vielen Jahren noch bestehen, seit die Amerikaner aus Fulda  abgezogen sind. „Die Fuldaer haben die amerikanischen Soldaten und ihre Familien geschätzt und es sehr bedauert, dass sie die Domstadt verließen. Sie bleiben unvergessen und werden immer ein Teil der Stadtgeschichte sein – nicht zuletzt durch das, was sie für Frieden und Freiheit geleistet haben.”