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Genauso talentiert, aus dem Nähkästchen zu plaudern, wie als Musiker: Heinz Ratz. Foto: T. Goßmann

Zwischen Poesie, Party und Politik

am 15.01.2018

Heinz Ratz mit Strom und Wasser im Kulturkeller

FULDA (flü). Warum ist das Lob so wichtig?Wieso singt man in einer Reisegruppe „Alle meine Entchen“in Schottland?Und weshalb war der„Rechte Stiefel von Kaiser Wilhelm II.“in Fulda und verließ ihn gefüllt mit Münzen und Scheinen statt verschwitzten Socken?Antworten auf diese und noch ganz andere Fragen sowie diverse Weisheiten gab es beim Konzert von „Strom &Wasser“.

Bevor die Formation um Liedermacher Heinz Ratz allerdings mit „Spielt keine Rolle“ den ersten Song spielten, plauderte der besagte Frontmann aus Kiel erst einmal fröhlich aus dem Nähkästchen. Überhaupt hätte man bei all den Anekdoten und Geschichten, die Ratz zwischen den Liedern zum Besten gab, meinen können, man wäre im Kabarett gelandet.
Daran störte sich das Publikum im solide gefüllten Kulturkeller aber kein bisschen, denn seine Worte waren voller Witz, Charme, politisch und voller Botschaften für ein besseres zwischenmenschliches Leben. Und wer „Strom &Wasser“kennt, weiß, dass auch ihre Musik nicht nur tanzbar ist, sondern auch zum Nachdenken anregt oder ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht zaubert. Egal, ob es das „Glückliche Lied“ oder das als „neue deutsche Nationalhymne“deklarierte „Disco Global“ war, wer die richtige Antenne für den Stil von Ratz und Co. hatte, kam mit besserer Laune aus dem Kulturkeller, als er ihn betrat.
Der Eintritt war übrigens frei. Dafür ging der eingangs erwähnte „Stiefel des Kaisers“ als Klingelbeutel durch die Reihen der Zuschauer und freute sich dabei über Spenden.