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Erste Monate beim Landkreis

am 17.01.2020

Zwei Auszubildende und eine Studentin berichten über ihre Erfahrungen

FULDA (lai). Die Auszubildenden Jasmin Helfrich, Leon Zentgraf und die Studentin Carolin Wirth berichten über ihre ersten Monate beim Landkreis Fulda. Im Herbst 2019 haben sie dort ihre Ausbildung und ihr Studium begonnen – und bereits viel erlebt, wie die drei berichten.

„Die Ausbildung war eine große Umstellung im Vergleich zur Schule“, berichtet der 18-jährige Leon Zentgraf, der eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert und hinzufügt, dass der Alltag ein ganz anderer als in der Schule sei. Begonnen hat er im Leistungsteam des Kreisjobcenters. „Ich bin dort direkt gut aufgenommen worden – eigentlich so, als wäre ich schon immer dort gewesen“, blickt er zurück in den August 2019.
Das kann auch die 18-jährige Jasmin Helfrich bestätigen, die ihre Ausbildung zur Verwaltungswirtin in der mittleren Beamtenlaufbahn macht. Los ging es für sie in der Zuwanderungsbehörde, wo sie alle Sachgebiete durchlaufen hat. „Dort durfte ich mir Flüchtlingsunterkünfte anschauen – quasi ein Blick hinter die Kulissen. Das war sehr interessant“, erklärt sie. Bereits nach wenigen Wochen konnte sie vielen Bürgern am Telefon helfen und schon erste Fragen beantworten. „Man lernt relativ schnell von den Kollegen, wenn man ihnen anfangs über die Schulter schaut. Als ich dann selbst erste Fragen am Telefon beantworten konnte, hat die Arbeit noch mehr Spaß gemacht.“
Im November und Dezember war Jasmin Helfrich dann im Veterinäramt, wo sie Lebensmittel- und Hygienekontrollen sowie Kontrollen auf Bauernhöfen begleiten durfte. „Wir haben dort beispielsweise die Ohrmarken der Tiere kontrolliert, was einfach etwas ganz anderes als die typische Arbeit bei einem Amt war“, berichtet die 18-Jährige, die ab Januar nun im Fachdienst Personal- und Organisationsentwicklung ist.
Auf Außenterminen war auch Leon Zentgraf im Kreisjobcenter unterwegs. Neben dem Erstellen von Excel-Tabellen und dem Bearbeiten von internen Aufgaben, begleitete er seine Kollegen auf zahlreichen Terminen. „Am Anfang war es sehr viel neuer Input für mich. Nach ein bis zwei Monaten konnte ich dann aber schon viele Aufgaben selbst bearbeiten“, betont der 18-Jährige. In den beiden letzten Monaten im Jahr 2019 war er im Fachdienst Gefahrenabwehr, wo er abwechslungsreiche Aufgaben selbstständig erledigen durfte. „Dort haben wir beispielsweise die Notfallsanitäter geprüft“, erklärt Zentgraf, der seit Januar nun im Fachdienst Schulen arbeitet.
Etwas theoretischer ging es bislang bei der 28-jährigen Carolin Wirth zu, die seit September Public Administration beim Landkreis Fulda studiert und damit eine Ausbildung im gehobenen Dienst absolviert. Seit Beginn ist sie in Kassel an der Universität, erst Ende Februar wird sie im Fachdienst Kommunalaufsicht, Wahlen und Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung mit der Praxis beginnen. An der Uni haben sie direkt seit Beginn volle Stundenpläne, Präsentationen und Klausuren erwartet. „Anfangs war alles ganz neu für mich, da ich relativ fachfremd bin“, erklärt Wirth, die zuvor als Physiotherapeutin gearbeitet hat und nach ihrer Elternzeit nun das Studium beim Landkreis begonnen hat. „Viele von meinen Kommilitonen haben bereits eine Verwaltungsausbildung gemacht und kannten sich am Anfang schon recht gut mit dem Kommunalrecht und den Grundlagen in Betriebswirtschaftslehre und in den Finanzen aus. Aber ich habe mich schnell ins Thema eingefunden und freue mich, jeden Tag etwas Neues lernen zu können“, betont die 28-Jährige.
Dafür pendelt sie jeden Tag insgesamt drei Stunden nach Kassel und wieder zurück, da sie mit ihrer Familie im Landkreis Fulda wohnt. „Es ist nicht immer ganz einfach, das Studium mit der Familie unter einen Hut zu bringen. Aber ich mache es gerne, da mir das Studium viel Spaß bereitet und ich mich schon jetzt auf den Praxisteil im Februar freue“, erklärt Carolin Wirth.