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Der fast 300 Jahre alte Gasthof „Zur Linde“ in Bimbach wird jetzt saniert. Mit der Eröffnung ist im späten Frühjahr 2020 zu rechnen. Dann soll auch wieder Leben im Biergarten unter der Dorflinde sein. Fotos: Leoni Rehnert

„Linde“ wird jetzt hübsch gemacht

am 03.01.2020

Zuschuss von 100.000 Euro zur Stärkung des ländlichen Raums / Neue Pächterfamilie Mereu

GROßENLÜDER (lr).  Der Zeitpunkt konnte passender nicht sein: Kurz vor Weihnachten brachte Landrat Bernd Woide die Zusage über 100.000 Euro nach Bimbach.  Damit werden Alexander und Markus Günther (Günther-Bau) den  Hotelbereich im Gasthof „Zur Linde“ sanieren.

Die beiden Unternehmer erwarben im Herbst 2019 das fast 300 Jahre alte und denkmalgeschützte Wirtshaus, das der Gemeinde Großenlüder gehörte. Das Restaurant wird später von Rosa und Giuseppe Mereu betrieben, die derzeit ein Lokal in Bad Salzschlirf  führen.
Mit dem Kauf des Anwesens durch die Günther-Brüder dürfte für viele Einheimische gewiss auch die Hoffnung verknüpft sein, dass die wechselhafte Geschichte des Hauses jetzt ein gutes Ende nimmt.  Dafür spricht, dass die neuen Eigentümer, die den Traditionsgasthof umfassend sanieren wollen, als Bauunternehmer vom Fach sind und offenkundig mit großer Leidenschaft dabei sind. „Ich freue mich sehr auf dieses Projekt, auch wenn es mir schon etliche schlaflose Nächte bereitet hat“, sagte Alexander Günther und zeigte Zuversicht: „Ich bin sicher, dass es meinem Bruder und mir gelingen wird, in diesem historischen Gebäude Haus in Bimbach gute Küche und moderne Hotelzimmer anzubieten. Wir wünschen uns, dass wir damit bei den Bimbachern  gut ankommen und auch für Gäste aus dem ganzen Landkreis interessant werden.“

Gasthöfe sind wichtige Treffpunkte

Landrat Bernd Woide dankte den Familien Günther für ihr Engagement. Einen Gasthof mit einer so langen Geschichte zu erhalten, sei wichtiger denn je.  „Gerade im ländlichen Bereich haben Gaststätten eine besondere Bedeutung – das spürt man ganz deutlich dort, wo es keine Lokale mehr gibt“, sagte Woide und ergänzte: „Gaststätten sind Treffpunkte, sie fördern Geselligkeit und Gemeinschaft – und oft sind die Gebäude wie auch in diesem Fall als Mittelpunkt prägend für das Ortsbild.“ Entsprechend seien die 100.000 Euro speziell für Aufbau und Sanierung des Beherbergungsgewerbes im ländlichen Raum gedacht, erläuterte der Landrat. „Was Sie tun, ist der Mühe wert“, sagte er und dankte auch der Gemeinde, die sich für die Zukunft des Gasthofs starkgemacht hatte.
Die neuen Eigentümer werden den Hotelbereich selbst betreiben, und die Gaststätte mit Restaurant, Saal und Gastraum an die Familie Mereu verpachten. Die Kegelbahn und der Biergarten mit der fast 370 Jahre alten namensgebenden Linde bleiben im Eigentum der Gemeinde, sind aber an die Günthers verpachtet, die auch den idyllischen Biergarten beleben wollen. „Wir danken dem Landkreis für die gute Beratung und Begleitung“, sagte Alexander Günther, der hofft, dass das Haus im späten Frühjahr  2020 eröffnet werden kann.