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Walter Bernhardt (links) erklärt seinen Teilnehmern bei der Wanderung die verschiedenen Schrittfolgen. Foto: privat

Exkursion durch tiefen Schnee

am 23.12.2019

Walter Bernhardt veranstaltet seit zehn Jahren Schneeschuhwandern in der Rhön / Freie Plätze für nächste Termine

POPPENHAUSEN (lai). Wer mit Walter Bernhardt unterwegs ist, der kraxelt durch tiefen Schnee und will hoch hinaus: Seit zehn Jahren veranstaltet der Poppenhausener über die Volkshochschule (vhs) des Landkreises Schneeschuhwanderungen durch die tief verschneite Rhön. Die nächsten drei Termine finden im Januar und Februar statt, zu denen Anmeldungen noch möglich sind.

„Wer wandern kann, der kann auch mit Schneeschuhen laufen“, so lautet Kursleiter Walter Bernhardts Devise. „Deshalb kann auch jeder an meinen sportlichen Aktivitäten im Schnee  teilnehmen.“ Wer selbst keine eigenen Schneeschuhe besitzt, bekommt die Ausrüstung von Walter Bernhardt geliehen. Die Schneeschuhe sind ein Fortbewegungsmittel, das amerikanische Ureinwohner (Trapper, Jäger und Fährtensucher) schon vor rund 12.000 Jahren als Fortbewegungsmittel nutzten. Heute sind sie längst nicht mehr nur ein Fortbewegungsmittel für Jäger, Bergbauer und Bergrettungen, sondern sie sind zu einem beliebten Freizeitsportgerät geworden. Moderne Schneeschuhe sind extrem wendig und leicht.
Der vhs-Kurs beginnt damit, dass Bernhardt den Teilnehmern die Funktionsweise der Schuhe erklärt und ihnen zeigt, wie man sie anzieht. „Bis der Schneeschuh wirklich am Fuß sitzt, kann schon mal eine halbe Stunde verstreichen“, erzählt der Leiter lachend. Im Anschluss werden die Schuhe dann am Fuß getestet. Die Gruppe mit maximal 14 Teilnehmern startet ihre Tour im Bereich Guckaisee, Wachtküppel oder Wasserkuppe – je nach Schneelage. „20 Zentimeter Neuschnee sollten es schon sein, um in den vollen Genuss der weißen Pracht zu kommen“, so Bernhardt.
Während der Wanderung bekommen die Teilnehmer von Walter Bernhardt die verschiedenen Schrittfolgen des Schneeschuhwanderns beigebracht: Normales Gehen, Entengang, Seitschritt, Linienschritt, Treppengang, Fluchtschritt und Bergab-schritt gehören dabei auf die Agenda. „Hört sich schlimmer an als es ist“, betont der Kursleiter schmunzelnd und unterstreicht, dass bislang keine seiner Kursteilnehmer Probleme mit dem Sportgerät an den Füßen und den neu erlernten Schritten hatten. 
Um die Mittagszeit kehren die Teilnehmer dann gemeinsam in ein Gasthaus ein, um sich zu stärken und vor allem aufzuwärmen. „Und dann geht’s ans Krabbeln und den Bergaufstieg“, erklärt Walter Bernhardt. Die Schneeschuhwanderer wagen sich dann auf die etwas anspruchsvolleren Wege, beispielsweise auf die Eube, den Weiherberg oder die Abtsrodaer Kuppe. „Die Teilnehmer brauchen aber keine Angst haben, die Routen sind nicht zu schwierig. Ich habe in den vergangenen zehn Jahren alle Schneeschuhwanderer ans Ziel gebracht“, blickt der Poppenhausener zurück und erklärt, dass das Gipfelerlebnis auf einem Berg immer ganz besonders sei.
Aber wer hoch hinaus will, der muss auch wieder runter. Anschließend beginnen die Kursteilnehmer den Abstieg, damit sie vor Einbruch der Dunkelheit  gegen 16 Uhr wieder am Ausgangspunkt der Tour sind. 
„Ich bin ein echter Rhöner Jong, bin in Poppenhausen geboren und liebe es, den Kursteilnehmern meine wunderbare Rhöner Heimat näherzubringen“, erklärt Bernhardt. Was er besonders an den Schneeschuhwanderungen schätzt: durch den tiefen Schnee stapfen, um einsame und unberührte Winterlandschaften zu erschließen – ohne jedoch die Winterruhe der Tiere zu stören.  „Ich verspreche, dass bestimmt jeder etwas Neues auf meinen Touren lernt“, sagt der Poppenhausener Kursleiter, der seine Wanderung eher als eine Exkursion bezeichnet, bei der er den Menschen ganz besondere Stellen, Aussichtpunkte und Denkmäler der Rhön zeigen möchte.

Termine

Der Kurs „Schneeschuhwandern in der tief verschneiten Rhön“ findet statt am Samstag, 11. Januar (Kursnummer: VU1092390), Sonntag, 26. Januar (VU1092391), und am Sonntag, 16. Februar (VU1092392). Beginn ist jeweils um 10 Uhr. Anmeldungen sind unter Angabe der Kursnummer unter Telefon (0661) 6006-0 möglich. Der genaue Startpunkt der Wanderung wird nach der Anmeldung bekanntgegeben. Alternative Termine für Gruppen ab sechs Personen sind jederzeit (auch unter der Woche) möglich. In diesem Fall bitte direkt mit Walter Bernhardt unter der Telefonnummer (06658) 1500 Kontakt aufnehmen.