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Hier fühlt sie sich wohl: Dora Kemler und das erneuerte Gehöft in der Brunnenstraße in Rothenkirchen Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Mit der Dorferneuerung fing alles an

am 08.11.2019

Brunnenstraße in Rothenkirchen ist heute ein Schmuckstück /Anwesen Johannes Kemler als Beispiel

BURGHAUN (khb/was). Mit der in 2008 abgeschlossenen Dorferneuerung erlebte Rothenkirchen eine eindrucksvolle Aufwertung. An dem Programm beteiligte sich seinerzeit auch die Familie Johannes Kemler in der Brunnenstraße 17, die ihr Wohnhaus renovierte.

Nach dem Anschluss der Dorferneuerung folgten weitere Sanierungsmaßnahmen, die das Gehöft grundlegend umgestaltet und ihm zu einem heutigen Ansehen verhalfen.  Zuvorderst wurde das Wohnhaus, in dem sich bis 1987 die Gaststätte „Hessenmädel“ befunden hatte, einer umfassenden Restaurierung unterzogen. Das Haus entstand einst im Erdgeschoss in Massivbauweise mit aufgesetztem Fachwerk. Der Dachstuhl, der während der Dorferneuerung komplett erneuert worden war, trägt ein Mansardendach. Heute wohnt in dem Haus Dora Kemler, die Mutter des Besitzers. Weitere Wohnungen sind vermietet.
Später nahm man die in die Jahre gekommen Hofreite in Angriff. Deren Gebäude befanden sich in einem schlechten Zustand und trugen keineswegs zu einem ansehnlichen Dorfbild bei. Sie dienten einst als Stroh- und Heulager sowie für die  Einstallungen des Viehs auf dem 15 Hektar großen Hof. Nach dem Tod des vor 21 Jahren verstorbenen Seniors Fritz Kemler gab man die Landwirtschaft auf. Sohn Johannes, der heutige Besitzer, und seine Familie wohnten da bereits in Rodgau.
Johannes Kemler und seine Frau Birgit wollten nicht  abwarten, bis die Scheune in Rothenkirchen einzufallen drohte. Viele Balken des Gebäudes waren total marode, die Ziegeleindeckung bereits in die Dachrinnen gerutscht. Also entschied man sich, das alte Bauwerk abzureißen und an dessen Stelle neue Hallen und Garagen zu errichten.
In jeder freien Minute packten die beiden mit an, investierten nochmals  viel Geld in die Neubauten, die heute zu einem attraktiveren Erscheinungsbild der Brunnenstraße beitragen. Auch Johannes Mutter Dora half  tüchtig mit. Noch heute greift die 79jährige zum Handwerkszeug, wenn es etwas zu arbeiten gibt.
Ihrem Wunsch nach einer kleinen Blumenecke und einer Pergola, an der Weinreben wachsen, kamen die Kinder nach. Eisenbereifte Wagenräder hat Dora Kemler liebevoll instand gesetzt und aufgestellt – als ein Zeichen, dass hier einmal Landwirtschaft betrieben wurde.