
Künstler wollen, dass ihr Werk unter die Haut geht. Manche tun das nicht nur sprichwörtlich: Sie nutzen dafür die zweite Hautschicht.
FULDA. Künstler wollen, dass ihr Werk unter die Haut geht. Manche tun das nicht nur sprichwörtlich: Sie nutzen dafür die zweite Hautschicht. Tätowierern aus ganz Deutschland konnte man bei der 1. Tattoo-Convention in der Fuldaer Münsterfeldhalle live zuschauen oder sich gleich selbst als menschliche Leinwand zur Verfügung stellen.
Vom Team Stadtgeflüster
„Arschgeweihe sind out. In den letzten drei Jahren hatte ich dafür nur einen Auftrag. Heute wollen die Leute gerne Schriftzüge, Blumen, Sterne und Geschnörkel“, erzählt Sabine Hickmann, Tätowiererin aus Mühlheim a. d. Ruhr. Sie ist eine der vielen Aussteller bei der 1. Tattoo-Convention in Fulda, auf der man neben den Blümchen und Sternchen auch haufenweise Totenköpfe bestaunen konnte.
Die Tattoos haben auch immer eine besondere Bedeutung für die Träger. Wie beispielsweise die Engelsflügel auf dem Rücken von Samantha Williams aus Weyhers: „Die Flügel bedeuten für mich zum einen symbolisch meinen Schutzengel und zum anderen ‚den Traum vom Fliegen‘, also die Entfaltung der Persönlichkeit und den Weg in der Zukunft zu finden.“Ein Besucher ließ sich den Namen seiner Freundin auf den Unterarm stechen. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass die Beziehung – genau wie das Tattoo – ewig halten möge!