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Die Dickhäuter sind gar nicht so trampelig, wie man denkt. Foto: privat
Ein Elefant als Urwald-Taxi
Von: den Weltenbummlern Kirstin Heitel und Markus Mühlfeld
Der Marktkorb auf Weltreise: Zwei Rucksack-Touristen führen Tagebuch über ihre Erlebnisse

Der Süden Thailandsist toll. Nicht nur das Erkunden der vielen kleinen Inselgruppen macht hier mächtig Eindruck, sondern auch die vielen Angebote und Aktivitäten.


Für den Strandgenießer gibt es die einsamen Buchten, und für die Abenteurer werden Rock-Climbing, Tiefseetauchen, Elefanten-Trekking, Wakeboarden oder Downhill mit dem Fahrrad geboten. Wir entschließen uns für eine Tour mit dem Elefanten durch den Dschungel. Als wir im Elefantencamp ankommen, machen die Dickhäuter einen gewaltigen Eindruck auf uns, und spätestens jetzt wissen wir, dass unsere Entscheidung gut war. Begrüßt werden wir von ein paar handzahmen Äffchen, die nach einigen Minuten ihre Scheu verloren haben und munter an uns hoch und runter klettern. Wenige Minuten später klettern wir eine Art Turm hinauf, um auf den Rücken des Elefanten aufzusteigen. Einer der Wärter gibt uns Tipps und erklärt uns, dass ein Elefant ohne seinen Trainer ganz schön wild werden kann und überhaupt nicht so ungefährlich ist, wie er aussieht. Das kann man sich bei diesen friedliebend aufblickenden Augen nur schwer vorstellen.Kaum haben wir Platz genommen, setzen sich auch schon die Massen in Bewegung, kerzengerade steuern wir auf den Dschungel zu. Die dicke Haut unter uns fühlt sich derb und rissig an, die gewaltigen Ohren schlagen gelegentlich an unsere Füße, und der dicke Körper bewegt sich viel geschmeidiger als wir uns hätten vorstellen können. Die großen Füße rollen fast geräuschlos und wie schleichend über den Boden.

Ab in die Großstadt und auf zum ShoppenImmer wieder gibt der Trainer, der viel eher wirkt wie ein Trampeltier, irgendwelche suspekten Laute von sich, und der Riese unter uns scheint ihm auf’s Wort zu gehorchen. Wir sind insgesamt eineinhalb Stunden unterwegs, kommen an kleinen Wasserquellen vorbei und sehen jede Menge exotischer Pflanzen, Vögel und Affen. Der Dschungel steckt ja bekanntlich voller Leben. Als wir schließlich wieder im Camp ankommen, tut uns zwar unser Allerwertester weh, doch das Grinsen bekommen wir trotzdem erst mal nicht aus dem Gesicht. Elefanten sind einfach atemberaubende Tiere.Am nächsten Morgen heißt es dann: Koffer packen. Auch wenn wir uns nur ungern vom Inselhopping trennen, geht es jetzt wieder in die Metropole Bangkok zurück. Da liegt recht schnell auf der Hand, was uns die nächsten Tage bevorsteht: Shoppen, Spaß und neue Leute. Doch auch die Kultur kommt keinesfalls zu kurz. Die Stadt ist sehr sauber, viele buddhistische Tempel oder Regierungsgebäude sind mit goldenem Schimmer verziert, und die himmelwärts geschwungenen Dachschrägen verleihen ihnen den unverwechselbaren asiatischen Eindruck. Wir besichtigen den Königspalast, einige Tempel und eine etwa zehn Meter hohe Buddhastatue. Die Stadt hat eben eine Menge zu bieten. Das Leben kann hier allerdings auch ziemlich anstrengend sein, da man von den thailändischen Verkäufern an den Straßen überhäuft wird. Das rege Treiben auf den Straßen macht die Reizüberflutung oft noch perfekt. Doch irgendwann lernt man, es zu ignorieren. Denn die Hauptstadt ist für die nächsten Tage unser Zuhause, und wir nehmen natürlich so viel wie möglich mit.

 
Bild Herz Jesu Krankenhaus