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Mia Lada-Klein betreut das Projekt der Montagslyriker auf ihrem Blog. Sie ist leidenschaftliche Dichterin, deren Werke in der 17. Edition von „Welt der Poesie“ (Frieling Verlag) erschienen sind. Foto: C. Hartung

„Vom Dämon zum Schreiben verführt“

am 06.12.2017

Projekt Montagslyriker vernetzt deutschlandweit Dichter/Auch in Fulda vertreten

FULDA (tg). Den besten Ruf hat der Montag nicht gerade. Immer, wenn er alle sieben Tage an unserer Haustür klopft, stöhnen zahlreiche Menschen weltweit auf, die gerade noch ein entspanntes oder durchgefeiertes Wochenende genossen haben. Aber dank eines Projekts von leidenschaftlichen Dichtern gibt es jetzt einen Grund mehr, sich auf den Wochenstart zu freuen. Die Rede ist von den „Montagslyrikern“.

„Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?“ Das war eine von fünf Fragen, die Mia Lada-Klein vom Initiator der Montagslyriker, Terence Horn, erhalten hatte. Tatsächlich hatte sie 2016 mit ihren persönlichen Dämonen zu kämpfen, was auch ein Grund für sie war, einen eigenen Blog zu starten. „Ich wollte mir so vieles einfach nur von der Seele schreiben“, erzählt die Fuldaerin. Der in Stuttgart lebende Grafikdesigner Terence Horn, der im richtigen Leben auf den Namen Stephan Roßmann hört, ist über jenen Blog auf sie aufmerksam geworden. Seine Vision ist es, ein bundesweites nicht-kommerzielles Netzwerk an Lyrikern aufzubauen. „Angelehnt an die ,Montagsmaler‘ sind aus dieser Idee die ,Montagslyriker‘ entstanden“, vertieft Mia Lada-Klein.
Am Montag um sieben, so steht es geschrieben
Immer montags um Punkt 19 Uhr wird ein neuer Poet auf dem Blog der Montagslyriker vorgestellt. Er oder sie beantwortet zunächst die „Fünf Fragen des Lebens“ (siehe Kasten). Anschließend wird ihr oder sein Gedicht veröffentlicht – zusammen mit einer Verlinkung zum dazugehörigen Blog.
 Im Gegenzug verweist der Lyriker auf seiner Homepage wiederum auf die Montagslyriker. Damit möchte Terence Horn zum einen sich selbst bekannter machen, vor allem aber will er junge Autoren fürs Schreiben begeistern, sie fördern und vernetzen.
Lada-Klein ist seit einiger Zeit so etwas wie die Projektkoordinatorin. Ihr Blog ist die zentrale Plattform für die jeden Montag vorgestellten kreativen Köpfe, und hier werden auch die neuen Beiträge präsentiert. „Sobald sich zehn bis zwölf Lyriker gefunden haben, produzieren wir das Montagslyriker-Magazin“, beschreibt die Poetin. Letzteres gestalten die Mitglieder liebevoll als digitales Heft. Es lässt sich anschließend von jedem Interessierten als PDFdownloaden und ausdrucken, wobei bereits eine Druckerei vorgeschlagen wird und eine Anleitung bereitsteht. „Wichtig ist uns, dass auch jeder Lyriker mit diesem Magazin etwas Schönes, Privates hat, das man sich unters Kopfkissen legen kann“.
Eingeschränkt wird die künstlerische Freiheit der Dichter in diesem Netzwerk nicht – Vorgaben für ein Versmaß, Reimschema oder Genre sind nicht festgelegt, und es ist auch nicht  zwingend nötig, dass das Werk der Gattung der Lyrik angehört. Der bekannte Poetry-Slammer Lars Ruppel aus Marburg, der durch seine Auftritte im Kuz Kreuz in der Region Fulda längst kein unbekanntes Gesicht mehr ist, ist ebenfalls auf dieses Projekt aufmerksam geworden und hat Gefallen daran gefunden, wie Mia Lada-Klein freudestrahlend ergänzt.

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