Menü Button Login Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Anton Weber alias „One Take Toni“ Foto: Niclas Weber

„Meine Leidenschaft für das Schauspiel wurde in Fulda geweckt“

am 09.08.2017

Von Fulda in die Ferne: Anton Weber war einst Teil der Theater-Truppe „Fischgretchen“

FULDA/KÖLN (sur). Einige kennen ihn als Leiche im Dresden-„Tatort“, andere vielleicht als Bestatter im Kinofilm „Wendy – der Film“ – aber den meisten Osthessen ist er sicherlich aus dem Fuldaer Nachtleben oder aus der Schauspiel-Truppe „Fischgretchen“ bekannt. Der Schauspieler und Musiker Anton Weber ist nämlich eigentlich ein waschechter Osthesse.

Die Schauspielerei hat ihn allerdings bereits in frühen Jahren aus seinem Heimatort Edelzell gezogen. „Mit 16 habe ich in Hamburg Schauspiel-Workshops besucht, und da bin ich dann nach dem Abi hingezogen.“
Inzwischen lebt der 40-Jährige in Köln. Hier arbeitet er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Schreiner und Musiker. Als „One Take Toni“ steht er auch auf dem Burg Herzberg Festival regelmäßig auf der Bühne.
Man merkt, der zweifache Familienvater ist eine sehr vielschichtige Person. Und so sieht auch jeder Tag im Leben des gebürtigen Fuldaers anders aus: „Einen ganz normalen Arbeitstag gibt es tatsächlich nicht. Manchmal kommt ein Dreh rein fürs Fernsehen oder Kino, das ist dann etwas Besonderes, da genieße ich meine Arbeit.“
Treiben lassen durch Fulda
Zuletzt stand Weber im belgischen Gent während Dreharbeiten für „Brechts Dreigroschenfilm“ gemeinsam mit Lars Eidinger vor der Kamera. „Und gestern erst hatte ich eine Anfrage für einen Studenten-Kurzfilm“. Und neben seinen Schauspiel-Jobs baut Weber auch die Kulissen für andere Produktionen und gibt Konzerte.
Kein Wunder also, dass es ihn schon etwas länger nicht mehr in seine Heimat Fulda verschlagen hat. „Aber wenn ich da bin, steht ganz oben auf meiner To-Do-Liste ein Besuch bei Uwe und Monika. Ohne deren Pausenbrote, die sie mir damals über meinen besten Freund zukommen lassen haben, wäre ich wahrscheinlich durch das Abitur gerasselt.“ Eigentlich hält der 40-Jährige aber wenig von To-Do-Listen. „Wenn ich mal wieder in Fulda wäre, würde ich mich überraschen lassen, wer oder was mir begegnet und mich treiben lassen.“ Ähnlich hat es Weber auch in seiner Jugend gehandhabt. „Ich bin früh von zu Hause ausgezogen und habe in der Marktstraße gewohnt. Nach der Schule bin ich ins ‚Rädchen‘, zum Wasserballtraining oder mit meiner alten Schwalbe nach Oberlütter in die Rhön zum Gitarrenunterricht gefahren.“ Vermutlich würde ein Besuch bei Reini, seinem Gitarrenlehrer von damals, auch auf Webers To-Do-Liste stehen, wenn er irgendwann doch mal eine schreiben würde. Vielleicht auch ein Ausflug ins Kreuz, in die Sonne oder ins Rosenbad.
Früher hätte bestimmt auch noch eine Unterrichtsstunde bei den „Fischgretchen“ einen Platz darauf gefunden. Der ehemalige Winfriedschüler war nämlich jahrelang ein Teil der Schauspiel-Truppe von Jessica Stukenberg. „Ich bin vielen ihrer Übungen später auf der Schauspielschule wiederbegegnet“, sagt er. Die Leidenschaft für die Schauspielerei, die ist eben in Fulda geboren.

Social Button Facebook Social Button Facebook - Wide
Social Button Google+ Social Button Google+ - Wide
Social Button Twitter Social Button Twitter - Wide

Neuste Artikel

Bildergalerien