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Abschied nehmen fällt oft sehr schwer, vor allem dann, wenn das Haustier auch ein Familienmitglied war. Foto: pholidito / fotolia

"Es ist Zeit für mich zu gehen, alter Freund …"

am 14.06.2017

Feinfühlig und individuell: Erich Burg hilft, wenn das Haustier stirbt

FULDA (skr). Tiereinäscherung und -bestattung sind Dienstleistungen, die Erich Burg mit Empathie und Sorgfalt anbietet. Sein Traum ist der „Franzsikus-Garten” – ein Ort, an dem Tierfreunde sich treffen und austauschen können.

An Theo und Adele ließen zwei trunk- und streitsüchtige Stadtstreicher einst ihren Frust aus, aber die Tiere hatten Glück im Unglück – ihr Leid wurde beobachtet. „Mein Freund und ich zögerten nicht lange“, erzählt Erich Burg. „Ein Kasten Bier, und schon wechselten die Welpen ihre Besitzer. Unzertrennlich waren sie, klug und unglaublich treu. Egal, wo ich gerade arbeitete – geduldig lagen die beiden vor der Tür meines Gärtnerbetriebs am Frauenberg-Friedhof. Als es dann mit dem krebskranken Theo zu Ende ging, setzte er sich eines Nachts vor mein Bett und schaute mich an. Was er mitteilen wollte, wusste ich: „Für mich ist es nun Zeit zu gehen, alter Freund.“
Am nächsten Morgen kam die Tierärztin, doch noch ehe die Betäubung wirkte, war der Hund in meinem Arm ruhig eingeschlafen – ein würdiger Tod für meinen zwölfjährigen Gefährten. Ein Jahr später starb auch Adele, die ebenfalls eingeäschert wurde. So war die Idee des Franziskus-Gartens geboren.“

Nicht bloß ein Haustier

Um sein „Rudel“ hat Erich Burg lange Zeit getrauert. Er fühlt mit, wenn es um den Schmerz des Abschieds geht, als Trauerbegleiter hat er langjährige Erfahrung in der Branche gesammelt.
Aber Erich Burg verkörpert nicht nur das, was man einen Philanthropen nennt; er ist auch ein echter Tierfreund. Einen friedlichen Ort, an dem sich gleichgesinnte Tierfreunde treffen und austauschen können, wünschte sich Burg auch für diejenigen, die ihre treuen Vierbeiner verloren haben. „Tierfriedhöfe gibt es nur wenige in Deutschland, obwohl die Nachfrage steigt“, sagt er und muss es wissen, betreut er doch seit Jahren Tierbesitzer nach dem Tod ihrer Lieblinge.
„Durchs eigene Erleben kann ich nachvollziehen, was man empfindet und wie wichtig es ist, in seinem Schmerz ernst genommen und getröstet zu werden.“ Für viele starb da ja nicht „bloß ein Tier“, sondern ein beseeltes Wesen, das mit einem Freud und Leid, oft die eigene Einsamkeit geteilt hat.
Will man das Tier der Abdeckerei überlassen? Haustiere gehören zur Familie oder sind gar die Familie.
Seine Herzenswärme ist spürbar, denn es geht ihm nicht darum, das Tier in fünf Minuten aus dem Haus zu schaffen, sondern ein offenes Ohr und Zeit für den Trauernden zu haben. Abholung, Transport und Rückgabe der Urne übernimmt er natürlich selbst. Durch die Beigabe eines nummerierten Schamottsteines kann der Besitzer sicher sein, dass er die Asche seines Haustieres ausgehändigt bekommt.

Sympathisanten gesucht


Das Recht erlaubt Tierbestattung auf eigenem Grundstück, solange es nicht im Wasserschutzgebiet oder an öffentlichen Wegen liegt und die Grube tief genug ist. Besitzt man kein Anwesen und will die Urne nicht im Haus haben, kann sie in einem Friedwald verteilt werden. Damit wäre der Kreislauf geschlossen und Erich Burgs Arbeit getan – vorerst. Denn ginge sein Wunsch in Erfüllung, würde er darüber hinaus gern einen Ort anbieten, wo ein Tier seine letzte Ruhestätte findet – einen „Franziskus-Garten“.
Er hat ihn bereits vor Augen, diesen malerischen Tierfriedhof, weiß auch, dass er innigst angenommen und durchaus nicht nur Grabesstille vermitteln, sondern vor allem sozialen Kontakt und Austausch mit sich bringen würde. Leser, die dabei helfen könnten, sollen sich melden.

Kontakt

Tel.: (0661) 96 25 58 66 oder Mobil: (0175) 1162643
www.franziskus-garten.de

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