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„Unser Kapital, das die vielen anderen Gruppen und Initiativen hier miteinander verbindet, ist unser Idealismus, unsere Kreativität und unsere sich ergänzende Vielfalt“, heißt es im Offenen Brief der Bürger*innen-Initiative Langebrückenstraße 14. Foto: Lavinya Öncü

„Wir müssen was tun, sonst verstreicht die Zeit“

am 29.08.2016

Verkauf der Langebrückenstraße 14: Initiative sucht Gespräch mit der Stadt / 600 Unterschriften gesammelt

FULDA (lag). Für 20 Initiativen, Projekte und Vereine an der Langebrückenstraße 14 ist die Zukunft ungewiss. Das Gelände wurde Anfang August verkauft, der Mietvertrag noch vom alten Besitzer gekündigt. Nun wendet sich eine neu gegründete Gruppe mit einem offenen Brief samt Unterschriftenliste an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner.

Die Bürger*innen-Initiative Langebrückenstraße 14 bittet in dem Brief vom Mittwoch um einen Terminvorschlag von Seiten der Stadt, um „Lösungswege für die akute Bedrohungssituation durch die Kündigung des Standortes zu erarbeiten“. Die Stadt reagierte einen Tag später: Man nehme die Anregungen ernst und wolle sich zeitnah mit den Gruppen bezüglich eines Gedankenaustauschs in Verbindung setzen.
Auch der neue Besitzer, die lokalen Unternehmerfamilie Burg und Geisendörfer, ist Gesprächen gegenüber aufgeschlossen. „Ich suche den Dialog mit den Nutzern, was aber dabei herauskommen wird, kann ich nicht sagen. Dafür war einfach noch zu wenig Zeit“, sagt Christopher Burg, der selber ab und an Gast im Café Panama an der „L14“ war. Die innerstädtische Lage des 7000 Quadratmeter großen Geländes hat ihn zum Kauf motiviert, trotz der zum Teil einsturzgefährdeten Gebäude. Aller Voraussicht nach sollen dort Wohnungen entstehen, einen konkreten Plan gibt es aber noch nicht.
Die Initiativen, Projekte und Vereine jedenfalls – darunter zum Beispiel das Café Panama, das Kino 35, die Erzeuger/Verbrauchergemeinschaft „Gelbe Rübe“ und der Kleidertauschladen – wollen ebenfalls auf dem Areal bleiben. Angemietet ist es seit 20 Jahren vom Jugendwerk der Awo Nordhessen, die den Gruppen eine mietfreie Nutzung der Räumlichkeiten ermöglicht. Nur ein Anteil für die Nebenkosten muss seit Kurzem gezahlt werden. Innerhalb dieser Zeit ist an der „L14“ ein subkultureller Raum entstanden, wo nicht-kommerzielle kulturelle, soziale und ökologische Projekte realisiert und bürgerliches Engagement gebündelt werden. 250 Ehrenamtliche verwirklichten jährlich 500 Termine.
Mietvertrag bis Februar
„Wir wollen nicht negativ auf die Entwicklungen einwirken, aber wir müssen was tun, sonst verstreicht die Zeit und wir haben plötzlich keine Möglichkeiten mehr“, sagt Stefanie Krecek, Mitglied der Bürger*innen-Initiative Langebrückenstraße 14. 600 Unterschriften hat die Gruppe gesammelt, von Mitwirkenden, Anwohnern und Bürgern. Krecek bestätigt, dass der Kontakt mit den neuen Besitzern bisher sehr gut gelaufen sei. Sie hofft auf eine zeitnahe Lösung, denn der Mietvertrag läuft im Februar 2017 aus.

Info

Die Bürger*innen-Initiative Langebrückenstraße 14 trifft sich dienstags um 19 Uhr. Infos zu den verschiedenen Gruppen gibt es  unter www.cafepanama.de.

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