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Der Dylan-Song „The times they are a-changin“ hat Michael Patrick Kelly zu diesem Bild inspiriert. Foto: privat

„Kopfkino“ auf Leinwand gebannt

am 07.09.2015

Bildgewordene Lieder von Bob Dylan stehen im Zentrum einer Aktion in der Barockstadt

FULDA (lag). Musik erzeugt oft Bilder in unseren Köpfen. Wir assoziieren etwas mit einer Melodie und schon haben wir eine Szene oder eine Erinnerung im Kopf. Nur selten bekommen andere Menschen dieses „Kopfkino“ zu Gesicht. Bei der am Freitag, 11. September, startenden Aktion „Fulda trifft Dylan“ geht es aber genau darum: Wie würde ein Lied des Musikers aussehen, wenn es ein Bild wäre?

Ganz neu ist die Aktion in der Barockstadt nicht. Bereits 2012 hat die lokale Kombo „Song & Danceman Band“, die sich den Liedern von Bob Dylan verschrieben hat, die Schau „Rollender Donner“ gezeigt. Dieses Mal ist das Ganze aber weitaus umfangreicher: Neben mehreren Ausstellungsorten gibt es ein Konzert, Themenabende und eine Filmvorführungen (siehe Infokasten).
Auch die Anzahl der sich beteiligenden Künstler ist gewachsen. 25 Kreative aus ganz Deutschland, vom Bodensee, aus der Lüneburger Heide und natürlich aus den hiesigen Gefilden (zum Beispiel Bernd Baldus, Andrea Silvennoinen und Bernd Lehmann) haben unterschiedliche Dylan-Songs auf sich wirken lassen und ihre Eindrücke künstlerisch umgesetzt. Nicht alle Beteiligten, die die Veranstalter für die Aktion angesprochen haben, konnten gleich etwas mit der Idee anfangen. Malerin Renate Matzke zum Beispiel hatte mit Dylan zuvor nicht viel am Hut. Das Lied „Man in a long black coat“ hat ihr allerdings einen wahren Kreativitätsschub verliehen, sodass sie nun an einer ganzen Bilderserie arbeitet. Auch Michael Patrick Kelly, bekannt als Frontmann Paddy der Kelly Family, musste sich erst einmal an den Stoff herantasten. Nun hat er exklusiv für die Ausstellung in Fulda zwei Werke geschaffen, und singt seit Neuestem bei seinen Konzerten Dylan-Lieder.
Zu sehen sind alle Werke in virtueller Form im Kaisersaal des Stadtschlosses. Dort laufen bis zum 27. September eine Dia-Show und Videoprojektionen. Die echten Kunstwerke sind in fünf Galerien in der Innenstadt ausgestellt (siehe Infokasten), unter anderem in der Galerie vor den Spiegelsälen, wo auch die Vernissage am Freitag, 11. September, um 18 Uhr stattfindet. Das Motto der Schau lautet „Sprechende Wahrheiten“, was in etwa der indianischen Übersetzung des Begriffs „Rolling Thunder“ entspricht. Unter diesem Titel initiierte Dylan in den 1970er Jahren eine Tournee, die er mit mehreren Kollegen und Kreativen bestritt. Für die Veranstalter ist „Sprechende Wahrheiten“ der ideale Überbegriff, um das Gesamtwerk des heute 74-jährigen Musikers zu beschreiben.
Dylan war mehrere Male für den Literaturnobelpreis nominiert und inspirierte mit seinen Texten viele Schriftsteller, Künstler und andere Musiker wie die Mitglieder der „Song and Danceman Band“. Bei ihrem Konzert am Samstag, 12. September, schöpft die Gruppe aus dem großen Fundus an Dylan-Stücken und präsentiert sie in einem neuen Gewand. Unterstützung gibt es dabei von Student Leonard Schmidt, der beweist, dass die jüngere Generationen noch etwas mit dem „Songpoeten“ anfangen kann, sowie der Formation „Sheep Dip“, die einige seiner Lieder im Irish-Folk-Stil präsentiert.
Einen Audio-Guide mit den Musikstücken zu den Bildern gibt es bei der Tourist-Information am Bonifstiusplatz.  Alle teilnehmenden Künstler sind unter www.fulda-trifft-dylan.de zu finden.

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