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Martin Löwenberg (Zweiter von rechts) mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sowie seinen zwei Töchtern und einem Enkelsohn. Foto: Monika Kowoll-Ferger

Beeindruckender Zeitzeuge zu Gast

am 14.11.2017

Holocaust-Überlebender Martin Löwenberg trug sich ins Ehrenbuch der Stadt ein

FULDA (jo). Es war für Martin Löwenberg eine bewegende Reise in die Vergangenenheit, verbunden  mit schlimmsten Erinnerungen an Ausgrenzung, Hass und Mord. Und doch hat der 89-Jährige die Reise  in seine osthessische Heimat auf sich genommen – um die Erinnerung wachzuhalten und Versöhnung zu ermöglichen.

Löwenberg gehört zu den letzten lebenden Fuldaer Juden, welche die Verfolgung in den 1930er Jahren und die Deportation 1941 erdulden mussten. Löwenberg,  1928 in Schenklengsfeld geboren,  erlebte die Schrecken der Pogromnacht 1938 in Fulda aus nächster Nähe mit. Er überlebte später das Rigaer Ghetto und lebt heute in Detroit. Dort machte den beeindruckneden Zeitzeugen eine Projektgruppe der Fuldaer Bardoschule um Anja Listmann ausfindig und lud ihn nach Fulda ein.
Beim Besuch im Stadtschloss trug sich Löwenberg in das Ehrenbuch der Stadt ein und schilderte OB Dr. Heiko Wingenfeld seine Erlebnisse. Beide waren sich  einig, dass die Erinnerung an die NS-Verbrechen eine bleibende Aufgabe auch für die jüngere Generation ist.

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