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Ehrende und Geehrte (vordere Reihe von links):Margarete Fischer, Carolin Farnung, Hannelore März sowie (mittlere Reihe von links)Beate Fischer, Lothar Röll, Richard Thonius, Lothar Helmer, Dr. Heiko Wingenfeld und (hintere Reihe von links) Sabine Bischof, Personalrats-Vertreter Johannes Schweizer, Sonja Ruppel-Herbert, Matthias Kuschke und Tobias Moretti. Fotos: jo

Fast 300 Dienstjahre Erfahrungsschatz

am 10.10.2017

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung mit großer Treue zum Arbeitgeber – und mit karnevalistischen Talenten

FULDA (jo). Auf den beachtlichen Erfahrungsschatz von insgesamt fast 300 Jahren in der öffentlichen Verwaltung können jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fuldaer Stadtverwaltung zurückblicken, die vor Kurzem  von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner anlässlich ihrer 25- und 40-jährigen Dienst- beziehungsweise Arbeitsjubiläen geehrt wurden.

OBWingenfeld betonte bei einer kleinen Feierstunde im Grünen Zimmer, die Stadtverwaltung wolle trotz ihrer inzwischen weit über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kein anonymer Arbeitgeber sein.  „Da ist es gut, wenn es engagierte langjährige Mitarbeiter gibt, die gewachsene Kontakte über Abteilungs- und Ämtergrenzen hinweg pflegen und die gleichzeitig auch für die Bürgerinnen und Bürger als verlässliche, kompetente Ansprechpartner kontinuierlich zur Verfügung stehen“, erläuterte Wingenfeld.
Carolin Farnung gehörte zu den zehn Arbeits-/Dienstjubilaren, die auf 25 Jahre in der öffentlichen Verwaltung zurückschauen können. Sie hatte am 1. August 1992 nach der Berufsfachschule ihre Karriere bei der Stadt Fulda gestartet und dann in mehreren Stationen etwa im Wahlamt, Verkehrsbüro und im Tourismus- und Kongressmanagement ihre Kompetenz und Flexibilität unter Beweis gestellt. Seit 1. Dezember 2016 ist sie nun Sachbearbeiterin in der Statistikstelle .
Am selben Tag wie Carolin Farnung startete auch Sonja Ruppel-Herbert ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Bürokommunikation bei der Stadt Fulda. Nach Stationen im Sekretariat der Ferdinand-Braun-Schule sowie im Grundstücksamt arbeitete sich ab 1999 mehrere Jahre im Vorzimmer des Stadtbaurats, bevor sie eine Stelle im Sachgebiet Umweltschutz und Abfallwirtschaft innehatte.  Seit Kurzem ist sie im Vorzimmer des Bürgermeisters tätig. OBWingenfeld erwähnte zudem die karnevalistischen Talente, die Sonja Ruppel-Herbert bei der Kämmerzeller Fastnacht einbringt.
Auch Sabine Bischof gehörte zu den Berufsanfängern, die am 1. August 1992 ihre Karriere starteten. Dabei stellte die Verwaltungsfachangestellte große Flexibilität unter Beweis und war unter anderem im Hauptamt, im Wahlamt, im Sozialamt und im Bürgerbüro tätig. Seit vielen Jahren ist nun im Landesprogramm OloV (Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit) in der Jugendförderung aktiv.
Zu einer Arbeitsjubilarin hatte der Gratulant Wingenfeld ganz persönliche Bezüge: Schließlich betreute ihn Hannelore März in ihrer Zeit als Erzieherin im Kindergarten Petersberg Ende der 70er Jahre. Er verbinde „beste Erinnerungen und ein Gefühl von Geborgenheit“ mit „Tante Hanne“, sagte der OB. Nach ihrer Zeit in Petersberg und einem Studium der Sozialpädagogik war Hannelore März dann in verschiedenen Kindergärten der Stadt Fulda tätig, vor allem in der Kita Maberzell. Seit neun Jahren leitet sie nun diese Kita und gilt als zuverlässig, verantwortungsbewusst und hat „Mut für neue Ideen“, so der OB.
Gleich zwei Mitarbeiter der Fuldaer Feuerwehr konnten auf je 25 Dienstjahre zurückblicken: Hauptbrandmeister Tobias Moretti  begann seine Karriere  im öffentlichen Dienst beim damaligen Bundesgrenzschutz, bevor er 2001 zur Feuerwehr Fulda wechselte. Sein Wirkungsschwerpunkt liegt dabei im Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz. OB Wingenfeld wünschte ihm wie auch allen anderen Jubilaren, dass neben den immer komplexer werdenden Herausforderungen des  Berufs noch genügend Zeit für Hobbys und Ausgleich bleiben.
Hauptbrandmeister Lothar Röll war nach seiner Lehre als Maschinenschlosser zunächst bei den Gummiwerken Fulda tätig, bevor er 1992 in die Leitfunkstelle des Brandschutzamts der Stadt Fulda wechselte. Seit 2004 ist er Lagedienstführer in der Leitstelle – eine Tätigkeit, die eine hohe Verantwortung  bedeutet. OBWingenfeld erwähnte auch hier die karnevalistischen Talente seines Mitarbeiters: Schließlich war Röll schon „Prinz von Oberrode“.
„Ich bekomme sehr oft Lob von Gästen unserer Stadt für den tollen Blumenschmuck – und einer, der mit dafür verantwortlich ist, sind Sie“, sagte der OB an die Adresse von Matthias Kuschke. Der silberne Arbeitsjubilar war nach Anstellungen bei der Gärtnerei Weimer und bei der US-Army 1992 ins Betriebsamt der Stadt gewechselt. Als Fachvorarbeiter ist er seither in der Abteilung Park&Garten für die Blumenpracht in Fulda mit zuständig.
„Im Schulsekretariat sind Managementfähigkeiten in allen Bereich gefragt“, sagte OB Wingenfeld mit Blick auf Margarete Fischer, die ebenfalls  seit 25 Jahren für die Stadt Fulda tätig ist. Nach dem Start  im Sekretariat des damaligen Garten- und Friedhofsamts ist sie seit 2004  als Schulsekretärin in der Grundschule Lehnerz, wo sie bei Kollegium,  Eltern und Kindern gleichermaßen beliebt ist.
Über ihr Studium der Sozialarbeit an der damaligen Fachhochschule  verschlug es Beate Fischer aus Nordhessen nach Fulda. 1992 kam sie für ein Projekt zur sozialen Betreuung ausländischer Flüchtlinge zur Stadt Fulda – „ein Thema, das heute ja wieder ganz aktuell ist und wo wir von Ihrer Erfahrung profitieren“, wie OBWingenfeld betonte. Seit mehr als zehn Jahren ist Beate Fischer  im Bereich der Sozialpädagogischen Familienhilfe tätig und in ihrer Freizeit kommunalpolitisch sowie in zahlreichen Gruppen und Initiativen aktiv.
Auf stolze 40 Dienstjahre kann Richard Thonius zurückblicken. Er startete seine Karriere am 1. September 1977 – also zu einem Zeitpunkt, als der OBnoch in Obhut von Hannelore März im Kindergarten war, wie Wingenfeld scherzhaft anmerkte. In seinen 40 Dienstjahren hat der Oberamtsrat zahlreiche Ämter und Dienststellen durchlaufen, unter anderem war er Leiter der Wohnungsabteilung. Seit 2010 ist er Personalratsvorsitzender. „Er kennt die Arbeit der Verwaltung wie kaum ein Zweiter“, lobte der OB, der auch die konstruktive Zusammenarbeit der Verwaltungsspitze mit dem Personalrat hervorhob. Seine besondere Hochachtung zollte der OB ihm auch für sein Engagement als Musiker und Protokoller bei der Brunnenzechen-Fastnacht.
Thonius’ Personalratskollege Johannes Schweizer dankte für die langjährige Arbeit in der Mitarbeitervertretung und erwähnte auch das vielfältige gewerkschaftliche Engagement auf Bezirks- und Bundesebene.
Bei einer zweiten Feierstunde tags darauf im Gobelinzimmer wurde der Tiefbautechniker Rainer Brenzel für 25 Jahre Treue zur Stadt Fulda geehrt. Stadtbaurat Daniel Schreiner hob die Geradlinigkeit und Loyalität seines Mitarbeiters hervor. „Verwaltung braucht Kontinuität – und die verkörpert Rainer Brenzel“, sagte Schreiner, der die Zuverlässigkeit seines Mitarbeiters besonders mit Blick auf die Straßenunterhaltung sowie für Mäh- und Mulcharbeiten betonte – ein Bereich, für den man von Bürgerseite meist wenig Lob bekomme.

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