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Die Rhönschule Gersfeld wird in Clustern umgebaut. Die eigenständigen Einheiten bestehen aus mehreren Klassenräumen, einem Lehrerstützpunkt und einer gemeinsamen Mitte. Foto: Marzena Seidel

Rhönschule bekommt innovatives Raumkonzept

am 28.08.2017

Landkreis Fulda schafft mit „Clustern“ neue Möglichkeiten / 7,5 Millionen Euro Investition

GERSFELD (les). Die Chance, eine Schule im Inneren noch einmal neu zu gestalten und dabei aktuelle Erkenntnisse berücksichtigen zu können, ergibt sich nicht oft. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Fulda, dem Staatlichen Schulamt in Fulda und dem Kollegium der Rhönschule wird dies jetzt in Gersfeld möglich.

In einem intensiven Planungsprozess wurde die grundlegende Innensanierung der Rhönschule seit 2012 vorbereitet. Die pädagogischen Anforderungen an die neu zu gestaltenden Räume standen im Fokus. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen wurden bei Besichtigungen verschiedener Schulen durch ein Team aus Mitgliedern des Gebäudemanagements des Landkreises und der Rhönschule abgeglichen.
Wegen des großen Gestaltungsspielraums entschied sich das Expertenteam dafür, die Rhönschule in „Clustern“ umzubauen. Ein Cluster ist eine eigenständige Einheit, die als kleine Schule in der Großen angesehen werden kann. Dahinter steht die Idee, Schülern und Lehrern für den Unterricht mehr als nur einen Klassenraum zur Verfügung zu stellen. So werden bis zu sechs Klassenräume um eine „gemeinsame Mitte“ angeordnet.
Diese ist so gestaltet und ausgestattet, dass sie für Vorträge, Präsentationen sowie die Arbeit in Kleingruppen geeignet ist und eine sinnvolle Ergänzung zum Klassenraum darstellt. Alle Cluster erhalten einen Lehrerstützpunkt, sodass die Wege der Lehrkräfte verkürzt und durch die räumliche Nähe die Bindung zwischen Schülern und Lehrern gestärkt werden soll.

Gute Bedingungen


Aufgrund seiner Skelettbauweise bot das Schulgebäude eine ideale Ausgangslage, da aus statischer Sicht lediglich tragende Stützen und keine Wände beim Umbau berücksichtigt werden müssen. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Mensa und die Lehrküche in die zweite Ebene verlegt, sodass sie jetzt direkt an die Pausenhalle anschließen. Im Frühjahr dieses Jahres konnten die Arbeiten der grundlegenden Innensanierung beginnen.
Das erste Cluster – bestehend aus fünf Klassenräumen, dem Lehrerstützpunkt und der gemeinsamen Mitte – wurde bereits in den Sommerferien fertiggestellt. Bei der Sanierung wurde viel Wert auf die Details gelegt. So sind die Garderoben, Fächer für Schüler, Pinnwände und Präsentationsflächen sinnvoll in die Wände integriert. Durch Oberlichter in den Wänden der Klassenräume bekommt die gemeinsame Mitte Tageslicht. Landrat Bernd Woide lobte die gute Zusammenarbeit mit der Rhönschule: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine innovative und gute Schulinfrastruktur mit optimalen Lehr- und Lernbedingungen schaffen und so den Standort Gersfeld stärken.“ Im Rahmen der Baumaßnahme wird das Gebäude auch mit einem Aufzug ausgestattet.
Für die grundlegende Innensanierung sind Baukosten von mehr als 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) bekommt der Landkreis rund 610.000 Euro für den Einbau einer neuen Lüftungsanlage sowie die Umrüstung der Beleuchtung auf sparsame LED-Lampen. Nachdem vor einigen Jahren bereits die Fassade modernisiert wurde, wird jetzt parallel in einer zweiten Maßnahme noch das Dach des 1978 errichteten Gebäudes für rund 960.000 Euro energetisch saniert. Hierfür stehen aus dem KIP mehr als 700.000 Euro zur Verfügung. Die Baumaßnahmen sollen in 2019 abgeschlossen werden. Mit der Planung und Durchführung wurde das Architekturbüro Gensler beauftragt.

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