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Klaus-Dieter Rucht mit der Siegestrophäe, die er als Sieger im Hessenquiz errungen hat, bei sich zu Hause in Arzell Foto: K.H. Burkhardt

Vom Sofa auf die große Fernsehbühne

am 19.06.2017

Klaus-Dieter Rucht Sieger beim Hessenquiz / Vom Fachdienst Bauen und Wohnen

EITERFELD/WIESBADEN/FULDA (was). Vom Zuschauer zum Studiogast, Mitspieler und schließlich Gewinner wurde Klaus-Dieter Rucht beim Hessenquiz, das sonntagabends um 21.45 Uhr im dritten Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks ausgestrahlt wird. Der 53-jährige Amtsinspektor aus dem Eiterfelder Ortsteil Arzell ist im Fachdienst Bauen und Wohnen der Kreisverwaltung für den vorbeugenden Brandschutz zuständig und darf sich jetzt über einen einwöchigen Cluburlaub mit seiner Frau im September in Andalusien freuen.

Klaus-Dieter Rucht verfolgt das Hessenquiz regelmäßig und konnte sich in der Vergangenheit so manchen Seitenhieb nicht verkneifen, wenn ein Mitwirkender wieder einmal falsch gelegen hatte. Dies nahm Ehefrau Petra bei einem Studiobesuch im vergangenen Juli in Frankfurt, als verschiedene Ausgaben der beliebten Ratesendung aufgezeichnet wurden, zum Anlass, um – zunächst ohne Wissens ihres Mannes – ein Bewerberkärtchen in eine der aufgestellten Boxen zu werfen. Wenige Wochen später traf die Einladung zum Casting ein, bei dem Klaus-Dieter Rucht unter rund 50 Kandidaten ausgewählt wurde. Als eine der Aufgaben musste der Arzeller unter anderem das Märchen vom Rotkäppchen in die Gegenwart und in die Rhön übertragen.
Am 27. November war es dann soweit. Bevor jedoch Klaus-Dieter Rucht mit drei Mitbewerbern vor die Fernsehkameras trat, musste ein fünfstündiger Vorlauf absolviert werden, wozu Maske, Tonprobe, Kleiderauswahl, Regieanweisungen und das Kennenlernen von Moderator Jörg Bombach gehörten. In dem für einen späteren Sendetermin aufgezeichneten Hessenquiz wurden drei Runden mit jeweils fünf Fragen gespielt. Der Kreismitarbeiter konnte davon 13 Fragen beantworten, was ihm den Sieg mit einer vergleichsweise hohen Punktzahl einbrachte. Nur bei Hessens westlichstem Gebirge und der früheren Verbreitung von Reuters-Meldungen musste er passen.
Als es um die hessenweit höchste Erfassungsquoten von Verpackungsabfällen ging, entschied sich Klaus-Dieter Rucht sogar gegen das Votum der Zuschauer und lag mit dem Landkreis Kassel richtig. Zur Unterstützung durfte der spätere Quizsieger 15 Zuschauer mitbringen, die um Stillschweigen über sein Abschneiden bis zum Sendetermin am 21. Mai gebeten wurden.
Spätestens seitdem verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, und Rucht kann sich vor Gratulationen auch der Kollegen im Landratsamt kaum retten. Gefeiert wurde gleich nach der Rückkehr aus Frankfurt zu Hause in Arzell. Im heimischen Wohnzimmer steht die Siegestrophäe jetzt neben den Auszeichnungen, die er in der Vergangenheit als aktiver Sportschütze errungen hat.
Obwohl Klaus-Dieter Rucht Erfahrung mit öffentlichen Auftritten als langjähriger Fastnachter beim TSV Arzell und in der Eiterfelder Kommunalpolitik hat, verhehlt er nicht, eine gewisse Anspannung verspürt zu haben. „Wer will sich schon vor einem Millionenpublikum blamieren?“ In Sekundenschnelle antworten zu müssen, sei etwas ganz anderes, als auf dem Sofa in Ruhe nachdenken zu können.
Auf alle Fälle müsse man sich gründlich vorbereiten. So hat auch Klaus-Dieter Rucht vor der Sendung jede freie Minute genutzt, um sein Wissen über Hessen mit Hilfe von Büchern und Internet aufzufrischen. Das dürfte aber immer noch nicht ausreichen, wenn jemand auf den Gedanken kommen sollte, ihn bei Günther Jauch und seiner Sendung „Wer wird Millionär“ anzumelden.

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