
Zurzeit läuft es für die Region Fulda auf dem Arbeitsmarkt wie geschmiert und auch für die Zukunft ist die Arbeitsagentur optimistisch. Foto: MK-Archiv/Kreinacke

Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. Fast ganz Europa ist von Krisen umklammert. Ganz Europa? Nein! Eine von fleißigen Leuten bevölkerte Region hört nicht auf, dem ‚Eindringling‘ Widerstand zu leisten.
FULDA (wf). Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. Fast ganz Europa ist von Krisen umklammert. Ganz Europa? Nein! Eine von fleißigen Leuten bevölkerte Region hört nicht auf, dem ‚Eindringling‘ Widerstand zu leisten. Für den Fuldaer Arbeitsmarkt war 2011 ein Rekordjahr.
Der Prolog aus dem Comic Asterix & Obelix passt in übertragenem Sinne auf die allgemeine Lage von Arbeitsmarkt und Wirtschaft und die damit verbundene spezielle Position des Fuldaer Landes. Weniger Arbeitslose, mehr Stellen und viele weitere Rekordmarken weist die Statistik der Agentur für Arbeit für das vergangene Jahr aus. Von solchen Zahlen können andere Gebiete nur träumen. Und dabei haben Waldemar Dombroski und sein Team nicht einmal am Zaubertrank genippt. „Es war in vieler Hinsicht sensationell gut“, fasst der Agenturchef zusammen, ohne dabei die Aufgaben gerade bei den Langzeitarbeitslosen oder der Gruppe der über 50-Jährigen aus den Augen zu verlieren.
80000 sozialversicherungspflichtige Stellen – so viel nie – sind inzwischen registriert. „Die Firmen halten an ihrem Personal fest. Ob Industrie, Handwerk oder Dienstleistung, die heimischen Unternehmen wollen keine Marktanteile verlieren, tun etwas und suchen daher händeringend qualifizierte Kräfte. Das Arsenal vor Ort scheint ausgeschöpft. Schon 20 Prozent der Stellen wurden zuletzt mit Bewerbern von außerhalb des Landkreises besetzt.Jetzt geht der Blick sogar noch weiter über den Tellerrand hinaus. Nun möchte die Fuldaer Agentur die Möglichkeit abklopfen, gezielt im Ausland auf die Fuldaer Arbeitswelt aufmerksam zu machen. Wo und wie das funktionieren kann, verrät Dombrowski noch nicht, aber man werde einigen Branchen anbieten so ein Projekt anzugehen.
Mit im Boot bei diesem Vorhaben sind die Industrie und Handelskammer (IHK) sowie die Zentrale Arbeitsvermittlung (ZAV).4498 Personen waren in 2011 im Durchschnitt ohne Job. Gegenüber 2009 ist das ein Rückgang von fast 30 Prozent. Dies entspricht einer Quote von vier Prozent. Rekordverdächtig dabei ist die Situation bei den Jungen unter 25 Jahren. Hier sank die Zahl der Suchenden von 752 in 2009 auf 450 (– 40 Prozent).Noch rasanter ist der Anstieg der Stellenangebote. 6351 Job-Angebote konnte die Agentur verbuchen, das sind fast 60 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Und noch eine Bestmarke: War ein Arbeitsloser im Vorjahr im Schnitt noch 137 Tage auf Unterstützung angewiesen, so konnte die Bezugsdauer in 2011 auf 122 Tage reduziert werden.