Fulda. Phantasievoll gestaltete und nach ersten Meldungen aus den Sponsoren-Rennställen auch recht flinke Seifenkisten sind am Samstag in der Fuldaer Schlossstraße bei dem Seifenkistenrennen der Fuldaer Zeitung zu erleben. Unter den 42 Sponsoren befindet sich auch die Mediengestaltungs- und Vermarktungs GmbH & Co. KG (MGV), die unter anderem regionale Wochen- und Heimatblätter, darunter den Marktkorb, herausgibt. Mit dem achtjährigen Schüler Max Herget schickt die MGV ein hochmotiviertes Nachwuchstalent auf die Strecke.
"Unsere ganze Familie fiebert dem Startschuss entgegen und kann es kaum noch erwarten, die mit viel Herzblut und Leidenschaft gebaute Seifenkiste in Aktion zu sehen", beschrieb Arno Herget, Vater des vom Kopf bis in die Zehenspitzen hochmotivierten Rennteilnehmers, die Stimmung in der Familie, die aus der Rhön nach Westthüringen umgezogen ist und in Eisenach lebt. "Vermutlich hat Max sein Interesse für technische Dinge in die Wiege gelegt bekommen. Max möchte später mal wie ich Maschinenbauer werden", zeigt der 46-jährige Seifenkisten-Chefkonstrukteur Arno Herget väterlichen Stolz. Für das Rennen selbst, das ja einem guten Zweck diene, sei man guter Dinge.Erlöse gehen an die "Startbahn", eine Schule des Antoniusheimes, welche die Berufsfindung junger Menschen fördert. "Klar zählt als erstes einmal der Gedanke des Mitmachens, und man will natürlich gesund und munter über die Ziellinie fahren. Dennoch lässt sich der sportliche Ehrgeiz bei der Geschichte nicht leugnen. Ein wenig nervöses Kribbeln, ob alles so klappt, wie man es sich vorgenommen hat, spürt man da schon", gesteht der gestandene Hobbybastler, der in den letzten Wochen mit Begeisterung an der optimalen Aerodynamik und Kurvenstabilität der MGV-Seifenkiste bastelte, die blaumetallic matt ist und mit einer silberfarbig stilisierten Flamme nach außen hin Selbstbewusstsein und männliche Stärke verkündet. "In den letzten Tests auf freier Strecke war unsere Seifenkiste bis zu 40 Kilometer pro Stunde schnell – wenn Max am Samstag die Ideallinie findet, dann hat er ganz gute Chancen, vorn mitzumischen", zeigt sich Arno Herget optimistisch. Davon abgesehen sei man schon mächtig gespannt auf die Fahrzeuge der Konkurrenz. "Es gibt ja auch einen Konstrukteurswettbewerb, worauf ich mich besonders freue. Während sich Max schon am meisten für den fahrerischen Part begeistert, lag meine Begeisterung vor allem in der Kreativ-Phase, wie man dem Gefährt hoffentlich ansieht, das schlicht, aber effizient ist und dem berühmten ,Berliner Roller´ die Ehre erweist, denn die Hinterräder stammen von diesem meistgebauten großen Motorroller der DDR", verkündet Technikfreak Herget. Die Leistung des "Berliner Rollers" betrug 7,5 PS, seine Höchstgeschwindigkeit 82 km/h. "Mal sehen, inwiefern die Räder uns den nötigen Drive geben", zeigt sich Herget gespannt. Ehefrau Regina kann leider nicht dabei sein, wenn das Vater-Sohn-Gespann die Seifenkiste auf den Hänger hievt und in die alte Heimat aufbricht – Dienst ist eben Dienst. Dennoch wäre die Mutter von Max natürlich gern dabei, wenn ihr Sohn die Ziellinie in dem MGV-Blau-Metallic-Silberpfeil überquert.
Auf dem Rahmenprogramm zur Veranstaltung stehen Bobbycar-Rennen, Hüpfburg, Grillstände, Eisverkauf, Kaffee und Kuchen und vieles mehr. Den Auftakt bildet der Konstrukteurswettbewerb (10 bis 11 Uhr), dem sich von 11 bis 13 Uhr ein freies Training anschließt. Gegen 13 Uhr ist die offizielle Eröffnung es Events, dessen Schirmherrschaft Oberbürgermeister Gerhard Möller übernommen hat. Außerdem startet, bevor um 14 Uhr das Seifenkistenrennen losgeht, noch ein Bobbycar-Rennen. Dem Spektakel schließen sich noch ein Gaudi-Rennen, die Siegerehrung sowie die Ziehung der Tombola-Gewinner an.







