Köln. Regeneration ist im Sport genauso wichtig wie das Training selbst. Denn gönnt sich der Sportler keine Verschnaufpause zwischen den Trainingseinheiten, schadet er auf Dauer seinem Körper und der eigenen Leistung.
Wer sich keine Zeit dafür nimmt, riskiere, dass Muskeln und Sehnen genauso verletzungsanfällig werden wie bei einem untrainierten Sportler, warnt Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Fehlende Regeneration mache sich vor allem in der Beinmuskulatur, im Knie und Sprunggelenk oder an den Kreuzbändern und dem Meniskus bemerkbar. Auch der Rücken sei oft betroffen.Komplette Entlastung eher schlechtUnter Regeneration verstehen Sportwissenschaftler die Erholungsphase nach einer intensiven Belastung, in der wichtige Anpassungsprozesse im Körper stattfinden. In dieser Zeit versucht der Organismus, geschädigte Zellen, Gewebe oder Organe und deren Funktionen wiederherzustellen.Dass der Sportler seine Tage nun in der Hängematte verbringt, ist aber nicht notwendig. Tritt nach dem Training ein gewöhnlicher Muskelkater auf, sei das überhaupt nicht schlimm, sagt Professor Andreas Imhoff von der Abteilung für Sportorthopädie an der Technischen Universität München. In diesem Fall sei eine komplette Entlastung sogar eher schlecht. Hier fördere eine dosierte Bewegung besser die Regeneration als Nichtstun.Kleinöder empfiehlt leichtes Schwimmen oder Spazieren. Wichtig ist, dass kein Trainingsreiz gesetzt wird. Außerdem sollte der Sportler weit unter seiner maximalen Leistungsgrenze bleiben und sein Immunsystem nicht belasten.Sinnvoll direkt nach dem Training sind auch Sauna-Gänge, Wechselbäder oder Massagen. Sie dienen der Regeneration und schützen gleichzeitig vor weiteren Verletzungen.Anders sieht es bei Überbelastung aus, die in einer Verletzung mündet. Dann müsse der Sportler rigoros Pause machen, das Bein hochlegen, kühlen und ganz auf Entlastung setzen, sagt Imhoff.








